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EU-Kommission - Milliarden für Batterien made in Europe

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In der Batterieherstellung hinkt Europa hinterher. Rund 80 Prozent der Batterien kommen aus Asien, nur drei Prozent aus Europa. Die europäische Batterienallianz soll das ändern.

Herstellung einer Auto-Batterie.
Herstellung einer Auto-Batterie.
Quelle: DPA

Die Herstellung von Batteriezellen in Europa kann nach einer Entscheidung der EU-Kommission künftig mit Milliarden Euro bezuschusst werden. Die Brüsseler Behörde gab am Montag grünes Licht dafür, die sogenannte Batterienallianz in sieben Ländern - darunter Deutschland und Frankreich - mit bis zu 3,2 Milliarden Euro zu fördern.

Europa hinkt bei der Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos vor allem Asien hinterher, es droht eine Abhängigkeit. Derzeit werden Schätzungen zufolge mehr als 80 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert, lediglich drei Prozent in Europa. Mit Hilfe der Batterienallianz soll der Anteil bis 2031 erheblich erhöht werden. Ziel ist, rechtzeitig zum erwarteten Boom von Elektroautos in Europa Batteriefabriken aufzubauen.

Fördergelder für innovative Batterien - nicht nur im Autosektor

Die beteiligten Staaten - neben Deutschland und Frankreich noch Italien, Polen, Belgien, Schweden und Finnland - können nun teilnehmenden Unternehmen Gelder zuschießen. Für Deutschland gilt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro, die als erlaubte staatliche Beihilfen beigesteuert werden können.

17 Firmen sind bei dem Vorhaben direkt beteiligt, unter anderem der Autobauer BMW, der Chemiekonzern BASF sowie das Batterieunternehmen Varta. Sie sollen untereinander und mit mehr als 70 externen Partnern zusammenarbeiten - etwa mit kleineren Unternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Die Fördergelder sollen etwa in die Entwicklung innovativer Batteriemodule investiert werden, die neben dem Autosektor auch beispielsweise bei Elektrowerkzeugen genutzt werden könnten. Zudem sollen sichere Recycling-Verfahren entwickelt werden.

Das Vorhaben soll nun von einem Kontrollgremium von Vertretern der Behörden der sieben Staaten sowie der EU-Kommission überwacht werden.
Sollte es erfolgreich sein, und höhere Erträge abwerfen als erwartet, sollen die Firmen einen Teil der erhaltenen Steuergelder an den betreffenden Staat zurückzahlen.

Batterieherstellung von strategischem Interesse

"Die Batteriefertigung in Europa ist für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von strategischem Interesse", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. "Sie bietet große Chancen im Hinblick auf saubere Mobilität und Energie, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit."

Bundeswirtschaftsminister Altmaier betonte: "Wir wollen in Deutschland und Europa die innovativsten und nachhaltigsten Batterien bauen und so Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa sichern." BASF wolle etwa mit Batteriematerialien die Leistung und Kosteneffizienz von Batterien weiter entwickeln.

Wir wollen in Deutschland und Europa die innovativsten und nachhaltigsten Batterien bauen und so Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa sichern.
Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister

"Die BMW Group kann durch die im Projekt verfolgten Forschungsthemen bis ins Detail die chemische Zusammensetzung, Zellmechanik, Zelldesigns und den Produktionsprozess weiterentwickeln", sagte Altmaier weiter. "Das geplante Projekt von Opel umfasst eine innovative Batteriezellenproduktion am Standort Kaiserslautern im Rahmen eines Joint Ventures zusammen mit der Muttergesellschaft PSA und dem französischen Batteriehersteller Saft, einem Unternehmen der Total Group", sagte er. "Jetzt gilt es, die konkreten Projekte schnell an den Start zu bringen."

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