Sie sind hier:

Chef der Euro-Gruppe - Jeroen Dijsselbloem verlässt Politik

Datum:

Jeroen Dijsselbloem hört auf: Der Chef der Euro-Gruppe hat seinen Abschied aus der Politik angekündigt. Dem 51-jährigen Niederländer sei seine "Feuerkraft" abhanden gekommen.

Bundesfinanzminister Schäuble hat bei der Erweiterung der Eurozone zur Vorsicht gemahnt. Grundsätzlich seien "Druck und Tempo" in dieser Frage gut, wichtig sei jedoch, dass die Länder alle Kriterien für die Gemeinschaftswährung erfüllen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Der amtierende niederländische Finanzminister und Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem (51), hat seinen Abschied aus der Politik angekündigt. Er werde aber bis Januar noch Vorsitzender der Euro-Gruppe bleiben, teilte Dijsselbloem am Mittwoch in Den Haag mit. Der Sozialdemokrat will Ende Oktober nach Antritt der neuen Regierung in Den Haag sein Mandat im Parlament aufgeben.

"Damit verlasse ich die niederländische Politik", heißt es in einem Schreiben Dijsselbloems an die Parlamentsvorsitzende Khadija Arib, "und das fällt mir schwer." Er habe nicht weiter die "Feuerkraft", um als Teil der Opposition in den kommenden vier Jahren im Parlament zu sitzen, schrieb Dijsselbloem in einem auf der Webseite veröffentlichten Brief.

Bei der Wahl im März hatte Dijsselbloems Partei von der Arbeit stark verloren. Dijsselbloem, der seit 2000 Abgeordneter war, äußerte sich nicht zu seinen Zukunftsplänen.

Kampf um Nachfolge eröffnet

Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna schließt eine Kandidatur für den Vorsitz in der Eurogruppe nicht aus. Er hebe zwar nicht den Finger, aber wenn sich ein Konsens unter den 19 Finanzministern der Währungsunion abzeichne, stehe er "natürlich bereit", sagte Gramegna am Dienstag zum Abschluss des EU-Finanzministertreffens in Luxemburg. Der 59-jährige Gramegna ist seit 2013 Finanzminister des Großherzogtums. Als möglicher Bewerber für den Eurogruppen-Vorsitz gilt auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Offizielle Kandidaturen werden bis November erwartet. Ein Nachfolger soll beim Eurogruppen-Treffen am 4. Dezember gewählt werden.

Die Euro-Finanzminister hatten am Montag Dijsselbloems Wunsch unterstützt, bis zum Ende seines Mandats im Amt zu bleiben, obwohl er durch den Regierungswechsel in den Niederlanden demnächst seinen Ministerposten verliert.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.