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Nach Dauerregen - Wegen Hochwasser: Evakuierungen in Wolfenbüttel

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Um die Auswirkungen des Hochwassers einzudämmen, sind in Teilen Deutschlands weiter Rettungskräfte im Einsatz. Vor allem in Niedersachen bleibt die Lage angespannt. In Wolfenbüttel mussten Häuser evakuiert werden, nachdem Teile der Innenstadt überschwemmt wurden.

Tief "Alfred" zieht Richtung Osten ab. Doch die Wassermassen, die es gebracht hat, bleiben vorerst. Manche Orte können zwar bereits aufatmen, in anderen bleibt die Situation weiterhin angespannt. In Wolfenbüttel wurde Katastrophenalarm ausgerufen.

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Der Landkreis Wolfenbüttel rief nach eigenen Angaben aus der Nacht zum Freitag den Katastrophenfall aus und übernahm die zentrale Einsatzkoordinierung. In der Stadt wurden demnach Anwohner einer Straße sowie die untere Etage eines Pflegeheims wegen Überflutung in Sicherheit gebracht. 20 Bewohner kamen in ein Krankenhaus.

Problem mit Gaffern

Feuerwehrleute und Helfer klagen beim Hochwasser in Wolfenbüttel über Behinderungen durch Schaulustige. "Wir kriegen hier jetzt zusehends eine Gafferproblematik", sagte Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink. Eine Feuerwehrfrau habe ihm berichtet, sie sei beinahe von einem Auto überfahren worden. Auch andere Helfer seien behindert worden. Er kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen Gaffer an. "Wir würden jetzt auch nicht mehr lange fackeln und den Leuten mit Platzverweisen kommen", sagte Pink.

Unwetterartige Dauerregen hatten in den vergangenen Tagen Bäche und Flüsse in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt über die Ufer treten lassen. Betroffen waren insbesondere der Harz und das Harzvorland, derzeit bewegen sich die Flutwellen einige Flüsse hinab. In mehreren Orten überschwemmte das Hochwasser bereits Häuser und Straßen. In Goslar etwa gab es größere Schäden.

Entspannung in Braunschweig

Aus Braunschweig meldete die Feuerwehr am Freitagmorgen derweil stagnierende Pegelstände und eine Entspannung der Lage. Im Stadtteil Riddagshausen pumpten die Helfer demnach zur "Entlastung" große Wassermengen über eine Straße und beobachteten die Entwicklung am Fluss Oker aufmerksam. In Hildesheim südlich von Hannover erwarteten die Behörden für Freitag weiter sinkende Pegelstände.

In Wernigerode sollte nach Angaben der Stadt eine vom Hochwasser betroffene Kita am Freitag wieder öffnen. In der Innenstadt habe sich die Lage beruhigt, die zum Schutz aufgeschichteten Sandsäcke würden jetzt wieder weggebracht, sagte Stadtsprecher Tobias Kascha. Für Menschen, die Hochwasser-Opfer wurden, richtete die Stadt einen Spendenfonds ein.

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