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San Francisco - Ex-Soldat plante offenbar Anschlag in den USA

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Das FBI hat nach eigenen Angaben durch den Einsatz verdeckter Ermittler einen Anschlag an Weihnachten verhindert. Ziel soll die Uferpromenade Pier 39 in San Francisco gewesen sein.

Pier 39 in San Francisco
Pier 39 in San Francisco (Archivbild vom 18. September 2013) Quelle: ap

Das FBI hat nach eigenen Angaben eine Terrorattacke in San Francisco verhindert. Im Haus eines 26 Jahre alten Verdächtigen seien ein Märtyrer-Brief und mehrere Waffen gefunden worden, teilte das FBI am Freitag (Ortszeit) mit. Der ehemalige Marinesoldat habe einen Angriff im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat auf dem belebten Pier 39 im Norden der Stadt geplant gehabt, so das FBI. Der 26-Jährige wurde wegen des Versuchs, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen, festgenommen.

Der Mann hatte laut Behörden zuvor einem verdeckt ermittelnden FBI-Agenten, den er für ein IS-Mitglied hielt, seine Pläne mitgeteilt. Demnach habe der 26-Jährige gesagt, der erste Weihnachtsfeiertag sei der "perfekte Tag", um einen Anschlag auf den Pier 39 mit vielen Touristengeschäften und Restaurants durchzuführen. Zudem habe er erklärt, keinen Fluchtplan zu brauchen, da er bereit sei, zu sterben. Er wollte sich laut FBI eine automatische Schusswaffe und Material für den Bau einer Nagelbombe besorgen. Später teilte er dem verdeckt ermittelnden Agenten jedoch mit, er könne den Anschlag nicht durchführen, wie es in den Gerichtsunterlagen hieß.

Vater des Verdächtigen weist Vorwürfe zurück

Der Festgenommene war früher beim US-Militär. 2009 sei er bei den Marineinfanteristen eingetreten und habe dort eine Ausbildung zum Scharfschützen erhalten, hieß es in Gerichtsunterlagen. Er sei vorzeitig entlassen worden, weil er eine Asthma-Erkrankung verschwiegen habe.

Der Vater des 26-Jährigen wies die Vorwürfe zurück. Er erklärte, sein Sohn sei zu einer solchen Tat nicht fähig. "Er ist eine liebevolle, freundliche Person, die nie jemanden verletzen würde", sagte der Vater der Zeitung "Merced Sun-Star".

Sessions begrüßt Fahndungserfolg

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe zu keiner Zeit bestanden, so FBI-Sprecherin Katherine Zackel in einer Stellungnahme. Es gebe keine weiteren bekannten Bedrohungen, erklärte die ausführende Bürgermeisterin der Stadt, London Breed. Die Polizei habe jedoch ihre Präsenz erhöht, nachdem sie bereits vor einigen Tagen von den Ermittlungen erfahre hatte.

US-Justizminister Jeff Sessions begrüßte den Fahndungserfolg. "Die Gefahr durch den radikalem islamischen Terrorismus ist real und ernst", erklärte Sessions. Die Ermittler hätten "unglaubliche" Arbeit geleistet.

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