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Sicherheitssysteme in der Kritik - Experte: Flughäfen hinken Wachstum hinterher

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Das Chaos nach der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen hat abermals gezeigt: Der deutsche Flugverkehr stößt an seine Grenzen. Luftfahrtexperte Andreas Späth erklärt, warum.

Flugsicherung, Airlines, Flughafenbetreiber, Politik - alle hätten Schuld an der Misere, sagt Späth im ZDF morgenmagazin. "Tatsache ist, dass die Luftfahrtbranche eine Wachstumsbranche ist. Wir haben im Durchschnitt jedes Jahr fünf Prozent Wachstum in der Luftfahrt - das heißt etwa alle 20 Jahre verdoppelt sich die Passagierzahl."

Gerade in Deutschland werde besonders langsam auf diese Entwicklung reagiert, es dauere besonders lange, bis Erweiterungen in Betrieb gehen, betonte Späth. "Das zeigt, dass sozusagen dieses politisch auch motivierte langsame Wachstum der Infrastruktur nicht mithalten kann mit dem ziemlich rasanten und andauernd stürmischen Wachstum des Luftverkehrs."

Plädoyer für automatische Scanner

Späth forderte im ZDF vor allem technisch massive Verbesserungen der Sicherheitssysteme an Flughäfen. Bundesinnenminister Horst Seehofers (CSU) Vorschlag hingegen, die Kontrollen an die Flughäfen abzugeben, erfasse "das Problem nur sehr begrenzt".

Stattdessen plädierte der international anerkannte Experte für neuartige Prototypen von Scannern, die Passagiere und Gepäck automatisch durchleuchten können - während sie "relativ normalen Schrittes hindurchlaufen". "Das sind Dinge, die müssen dringend auch in die Praxis umgesetzt werden. Aber das wird sicher, wie ich Deutschland kenne, noch viele Jahre dauern."

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