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Experte sieht Imagewandel - SUV-Boom setzt sich fort

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SUVs verkaufen sich immer besser. Sie sind der Liebling vieler Autofahrer, bringen aber auch regelmäßig Klima- und Umweltschützer in Rage.

Auch SUVs setzen auf moderne Antriebssysteme
Auch SUVs setzen auf moderne Antriebssysteme Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Laut einer Untersuchung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer hält der Boom der oft schweren und großen Wagen unvermindert an. Zwischen 1995 und 2016 kletterte der Marktanteil von 2,0 auf 21,9 Prozent.

Gleichzeitig wandelt sich nach Dudenhöffers Ansicht das Image der Dickschiffe, weil sie effizienter würden. So seien immerhin 4 Prozent aller neuen Stadtgeländewagen während der ersten drei Quartale 2017 Hybrid- oder Elektroautos gewesen. Doch der kritische Blick der Umweltschützer bleibt.

Hersteller setzen auf Vielfalt

SUVs
SUVs Quelle: epa

Die Bedeutung im Modellmix vieler Autobauer wachse. So habe der Anteil der SUVs an den Verkäufen bei Audi von Januar bis September 27,7 Prozent erreicht. Auch absolut gesehen setzte die VW-Tochter in dem Zeitraum die meisten solcher Wagen ab (61.114). VW selbst kam in der Summe auf Rang 2 (58.023) und beim Modellanteil auf 12,1 Prozent. Bei der Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz war mehr als jedes fünfte verkaufte Auto (22,1 Prozent) ein SUV, bei BMW jedes vierte (24,9 Prozent). Bezogen auf den Teil der Gesamtflotte hängten japanische Anbieter wie Nissan (63,0 Prozent) und Mazda (50,4 Prozent) die Deutschen ab. Fiat Chrysler fährt ebenfalls hohe SUV-Gewinne ein. Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte in seinen Statistiken wiederholt die große Rolle des SUV-Segments herausgestellt. Laut Dudenhöffer bieten noch 8 der 49 in Deutschland vertretenen Marken nicht mindestens ein Modell aus dieser Kategorie an.

Umweltschützer bleiben skeptisch

Der Dieselanteil nehme tendenziell ab - von 69,8 Prozent vor fünf Jahren auf 46,1 Prozent. "Mit "Dieselgate" und den Diskussionen um Fahrverbote tut sich der Diesel auch beim SUV schwerer." Aber: ""SUV ist gleich Diesel" gilt nicht mehr. Tesla zeigt, dass der SUV als Null-Emissions-Auto darstellbar ist." Umweltschützer sehen den Trend zu mehr SUVs mit gemischten Gefühlen. Selbst wenn Motoren auch in großen Modellen effizienter würden - dies werde oft durch mehr Gewicht und Leistungsstärke wieder aufgefressen. "Auch mit Hybridmotor bleibt ein tonnenschwerer, übermotorisierter Geländewagen eine CO2-Schleuder", betont Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Die deutschen Autohersteller missbrauchen seit Jahren jeden Effizienzgewinn, um ihren Kunden immer größere und schwerere Autos aufzuschwatzen - mit Hybrid-SUVs wird es nicht anders sein."

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