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Explosion auf Atom-Testgelände - Zahl der Toten in Russland gestiegen

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Auf einem Gelände in Russland, auf dem Atom-Raketen getestet werden, hatte es eine Explosion gegeben. Dabei sind mehr Menschen als zunächst angenommen gestorben.

Explosion auf Atom-Testgelände in Russland. Symbolbild
Explosion auf Atom-Testgelände in Russland. Symbolbild
Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa

Bei dem Zwischenfall an einer Atomanlage auf dem Militärgelände im Norden Russlands sind mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst mitgeteilt. Nach neuen Angaben gab es mindestens fünf Todesopfer. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zunächst von zwei Toten gesprochen.

Zu dem Vorfall kam es in der Nähe von Sewerodwinsk während eines Raketentests. Als Treibstoff in Brand geraten sei, habe es eine Explosion gegeben, erklärte die russische Atombehörde Rosatom der Agentur Tass zufolge.

Erhöhte Strahlenbelastung gemessen

Bei der Detonation seien Mitarbeiter des Staatskonzerns ins Meer geschleudert worden, Erst nachdem die Suche nach ihnen abgeschlossen gewesen sei, habe man darüber informiert.Das Gelände, auf dem Raketen für Atom-U-Boote getestet werden, liegt am Weißen Meer. Das Verteidigungsministerium hatte zunächst betonte, dass bei dem Zwischenfall keine Schadstoffe ausgetreten seien. Die Stadtverwaltung stellte jedoch kurzzeitig erhöhte radioaktive Strahlung fest. Die Messwerte hätten sich aber bereits am Mittag wieder normalisiert, hieß es noch am Donnerstag.

Die Menschen in der Region hätten dennoch aus Angst verstärkt Jod in Apotheken gekauft, berichteten lokale Medien. Einige Einwohner hätten mit Strahlenmessgeräten, die in vielen Haushalten liegen, selbst erhöhte Radioaktivität gemessen. Die Umweltschützer von Greenpeace in Russland forderten erneute Überprüfungen und Aufklärung.

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