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Ein Toter und 19 Verletzte nach Explosion

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Gasheizgeräte möglicher Auslöser - Ein Toter und 19 Verletzte nach Explosion

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Bei einer Explosion in Blankenburg ist mutmaßlich ein 78-Jähriger gestorben. Laut Polizei wurden 19 weitere Menschen verletzt. Gasheizungen könnten der Auslöser gewesen sein.

Schäden nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg am 13.12.2019
Das Gebiet um das Mehrfamilienhaus wurde weiträumig abgesperrt.
Quelle: dpa

Nach einer schweren Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg in Sachsen-Anhalt suchen die Ermittler nach dem Auslöser. Ein 78-jähriger Mann ist mutmaßlich bei dem Vorfall am Morgen gestorben. 19 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Darunter waren vier Polizisten und 15 Bewohner des Hauses. Zunächst war die Polizei von rund 25 Verletzten ausgegangen.

Die Explosion soll sich in der Wohnung des 78-Jährigen ereignet haben. Einsatzkräfte fanden dort Gasheizgeräte, die das Ehepaar trotz Fernwärmeanschluss aufgestellt hatte. Womöglich kam es durch die Geräte zu der Detonation. Zunächst hatte die Polizei angegeben, dass sich in der Wohnung auch Weltkriegsmunition befunden habe. Dies habe sich nicht bestätigt.

ZDF-Reporter Fabian Köhler berichtet über den Vorfall in Blankenburg.

Beitragslänge:
2 min
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"Bild der Verwüstung"

Die Detonation soll sich kurz vor 9 Uhr ereignet haben. Auf die Explosion war ein Brand gefolgt, die Feuerwehr war vor Ort im Einsatz. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Den Einsatzkräften bot sich nach den Worten des Blankenburger Bürgermeisters Heiko Breithaupt "ein Bild der Verwüstung". In dem Haus sind 50 Bewohner gemeldet. Neben den Verletzten brachten die Rettungskräfte auch die weiteren Hausbewohner in Sicherheit.

Laut Polizei sind in dem Haus alle Wohnungen ans Fernwärmenetz angeschlossen. Einen Bedarf, die Wohnung mit selbst aufgestellten Instrumenten zu heizen, habe es nicht gegeben. Selbst für den Fall, dass Mieter ihre Rechnungen nicht bezahlen, gebe es eine durchgehende Versorgung mit der Fernwärme. Die Ermittler erklärten, es könne möglich sein, dass Mieter durch eigene Gasgeräte Kosten sparen wollten, weil ihnen die Fernwärme zu teuer sei.

Toter noch nicht geborgen

Der Tote konnte auch Stunden nach der Explosion nicht geborgen werden, es könne sich nur Meter für Meter in dem schwer beschädigten Gebäude fortbewegt werden. Das Haus, in dem es zur Explosion kam, ist schwer beschädigt. Noch am Nachmittag zogen Einsatzkräfte dort einen Fensterrahmen aus einem Baum. Statiker prüfen die Sicherheit, das Technische Hilfswerk (THW) hat Holzbalken herangeschafft, um die Innenräume zu stabilisieren. Sämtliche Hausbewohner mussten zunächst in Sicherheit gebracht werden. Bis auf eine Familie fanden alle bei Angehörigen Unterschlupf - die Familie sollte in eine Notunterkunft kommen.

Explosion in ein Mehrfamilienhaus Blankenburg am 13.12.2019
Das Mehrfamilienhaus in Blankenburg: Mindestens ein Mensch ist hier bei einer Explosion gestorben.
Quelle: dpa

Das Gebäude liegt am Rande der Harzstadt. In der Nachbarschaft befinden sich eine Grundschule und eine Kita. Aus dieser wurden etwa 100 Kinder in anderen Einrichtungen untergebracht. Blankenburg liegt im Harz und hat rund 20.000 Einwohner. Sie bezeichnet sich selbst als "die Blütenstadt im Harz".

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zeigte sich bestürzt über das Unglück. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und bei ihren Angehörigen, ich spreche ihnen mein Mitgefühl aus", erklärte er. Gleichzeitig dankte Haseloff allen Rettungskräften für ihren professionellen Einsatz. Auch der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, sprach den Opfern seine Anteilnahme aus und wünschte "allen Verletzten eine schnelle Genesung."

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