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Tierschutz in Afrika - Elefanten-Export wird weitgehend verboten

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Die Elefanten Afrikas stehen unter Schutz. Doch noch immer werden Elefanten-Babys in der Wildnis gefangen und verkauft. Damit soll nun Schluss sein.

Elefantengruppe mit Jungtieren in der Savanne.
Elefanten in Simbabwe
Quelle: ZDF/Andreas Kieling,

Bei der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen Cites haben die mehr als 180 Vertragsstaaten vereinbart, den Export wild gefangener Afrikanischer Elefanten in andere Kontinente weitgehend zu verbieten. Nach einer hitzigen Debatte beschlossen die Vertragsstaaten am Dienstag bei einer Plenumssitzung in Genf endgültig eine Neuregelung, die insbesondere Zoos betrifft.

Das Verbot betrifft nach Darstellung der Tierschutzorganisation Pro Wildlife vor allem den Handel mit Elefanten aus Simbabwe nach China. Zu den Ländern mit spezifischem Exportstopp gehören auch Botsuana, Namibia und Südafrika. Die Ausfuhr in natürliche Lebensräume ist weiter möglich. "Elefanten sind hochintelligent und sozial, aus ihren Herden gerissene Tiere sind ein Leben lang traumatisiert, entwickeln Verhaltensstörungen und sterben teils früh", begrüßte Daniela Freyer von Pro Wildlife die Entscheidung.

Hunderte Jungtiere verkauft

Zuvor war der Beschlusstext durch die Europäische Union leicht abgemildert worden. Mit 87 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und 25 Enthaltungen kam die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit für den endgültigen Beschluss zustande. Simbabwe hatte vergeblich versucht, die Entscheidung zu blockieren. Das arme südafrikanische Land hat nach Angaben der Organisation Humane Society International seit 2012 mehr als hundert Baby-Elefanten an chinesische Zoos verkauft. Mit Afrikanischen Elefanten soll künftig nur noch Handel getrieben werden, wenn dies ihrem Erhalt in freier Wildbahn dient. Damit ist Schluss mit der Praxis, in Afrikas Wildnis gefangene Dickhäuter an Zoos und Vergnügungsparks in aller Welt zu verkaufen.

Die EU baute in den Beschlusstext aber ein Schlupfloch ein: Afrikanische Elefanten sollen demnach in ihren angestammten Lebensräumen bleiben, "außer unter außergewöhnlichen Umständen", in denen ein Export der Tiere "nachweisbaren Nutzen für den Schutz von Afrikanischen Elefanten vor Ort" bringe. Auch "in Notsituationen" seien solche Transfers möglich, hieß es. Entscheidungen darüber müssten in Abstimmung mit dem Cites-Tierkomitee sowie einer Gruppe von Elefanten-Experten der Nichtregierungsorganisation International Union for Conservation of Nature (IUCN) getroffen werden.

Größte Landsäuger

Dem Beschluss zufolge dürfen überdies Elefanten, die in der Wildnis gefangen wurden und in afrikanischen Tierparks leben, in andere Kontinente exportiert werden. "Wir appellieren an alle Staaten, den Beschluss zu respektieren und die Ausnahmeregelung nicht als Hintertür für den fortgesetzten Handel zu missbrauchen", sagte Freyer. In Simbabwe sind laut Pro Wildlife alleine zwischen 2012 und 2017 mindestens 108 Elefantenkinder aus ihren Herden gerissen und nach China verkauft worden.

Afrikanische Elefanten sind die größten Landsäugetiere der Erde. Von ihren asiatischen Artgenossen unterscheiden sie sich unter anderem darin, dass sie größer sind, größere Ohren haben und auch den Weibchen lange Stoßzähne wachsen. Während die Elefanten im Westen, Zentrum und Osten Afrikas seit langem von Cites zu den am stärksten schutzbedürftigen Tierarten gezählt werden, sieht die Lage in Südafrika besser aus. Mit den dortigen Elefanten darf sogar in einem begrenzten Maß Handel getrieben werden. Die Cites-Staaten beraten seit dem 17. August über Änderungen des Schutzstatus für Tier- und Pflanzenarten. Die Konferenz in Genf endet am Mittwoch.

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