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Facebook-Skandal viel größer - Daten von rund 87 Millionen Nutzern abgegriffen

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Die Zahl der von dem Datenskandal bei Facebook betroffenen Nutzer ist deutlich höher als bislang angenommen. Facebook geht jetzt von bis zu 87 Millionen Usern aus.

Facebook-Logo auf der NASDAQ-Anzeige am Times Square, New York.
Facebook-Logo auf der NASDAQ-Anzeige am Times Square, New York. Quelle: ap

Die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern seien mit der britischen Firma Cambridge Analytica geteilt worden, erklärte der Konzern. Bisher war von rund 50 Millionen Usern ausgegangen worden. Die meisten der Betroffenen gebe es in den USA, schrieb Technikvorstand Mike Schroepfer. Auch die Daten von rund 310.000 Nutzern aus Deutschland könnten angezapft worden sein.

Facebook-Papiere weiter unter Druck

Facebook steht wegen der mutmaßlichen massenhaften Abschöpfung von Daten durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica massiv unter Druck. Die Daten sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und genutzt worden sein.

Die Firma verwendete dabei die Forschungsergebnisse aus einer Umfrage, die Nutzer gegen Bezahlung ausfüllen konnten. Diese gaben dann aber unwissentlich auch Daten all ihrer Facebook-Freunde weiter. Cambridge Analytica hat jedes Fehlverhalten von sich gewiesen. Behörden in den USA und in Großbritannien haben Ermittlungen eingeleitet.

Die Facebook-Aktie verlor am Mittwoch weitere 1,1 Prozent. Seit Bekanntwerden des Skandals haben die Papiere 16 Prozent verloren.

Zuckerberg sagt kommende Woche im US-Kongress aus

Konzernchef Mark Zuckerberg hat sich für den Datenmissbrauch entschuldigt und eine Reihe von Reformen in dem Onlinenetzwerk angekündigt. In einem Interview sagte er aber auch, es werde "einige Jahre" brauchen, um die Probleme mit dem Schutz von Nutzerdaten zu beheben. Am Mittwoch kommender Woche will Zuckerberg im US-Kongress zu dem aktuellen Datenskandal aussagen.

Unterdessen kündigte sein Unternehmen einige Änderungen bei den Privatsphäreeinstellungen an. Unter anderem sollen Nutzer transparenter darauf hingewiesen werden, welche Daten sie über Apps an andere preisgeben. Außerdem wies das Unternehmen darauf hin, dass es Kontaktinformationen, Anrufprotokolle und auch SMS-Verläufe sammelt, wenn ein Nutzer etwa anklickt, dass er sein Handy synchronisieren will.

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