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Facebook-Datenskandal - Zuckerberg räumt Fehler ein

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Im Skandal um mutmaßlichen gigantischen Datenmissbrauch für den US-Wahlkampf hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch "Fehler" eingeräumt. Die Plattform kämpft um ihren Ruf.

Im Skandal um den Datenmissbrauch gerät Facebook-Chef Zuckerberg immer mehr unter Druck. Facebook und Cambridge Analytica – wie viel hat der Datenwahlkampf mit Trumps Wahlkampf zu tun?

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Facebook habe "Fehler gemacht" und müsse seinen Dienst verbessern, erklärte Zuckerberg in seiner ersten Stellungnahme zu dem Daten-Skandal. Er sei "verantwortlich" für das, was in dem Sozialnetzwerk geschehe. Die Nutzer sollten künftig eine bessere Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten haben. Alle betroffenen Nutzer würden informiert. Zudem werde er Möglichkeiten aufzeigen, mit der sich Nutzer von derartigen Übergriffen schützen könnten.

Der Internetkonzern kämpft in dem Skandal um seinen Ruf. Das Unternehmen steht seit dem Wochenende in der Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica laut Medienberichten die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt haben soll. In den USA und Großbritannien leiteten die Behörden Untersuchungen gegen Facebook ein. Auch wollen mehrere Parlamente Zuckerberg zu dem Skandal befragen. Im Bundestag sind Vertreter von Facebook am Freitag vorgeladen

Cambridge Analytica sei "unrechtmäßig" an die Daten gekommen

Der Konzern will alle Apps untersuchen, die vor 2014 Zugang zu großen Mengen an Nutzerdaten hatten. Zuckerberg verwies darauf, dass Cambridge Analytica unrechtmäßig an die Daten gekommen sei. Ein britischer Professor hatte 2013 eine Facebook-App mit einer Umfrage zu Persönlichkeits-Typen auf die Plattform gebracht - und dann Daten daraus heimlich an Cambridge Analytica weitergegeben. Zuckerberg nannte keine genaue Zahl, sondern sprach lediglich von mehreren Dutzend Millionen Nutzern.

Der Facebook-Chef versprach, die Nutzerdaten besser zu schützen. Ein Großteil der von ihm dafür angekündigten Maßnahmen zielt darauf, den Zugriff von App-Entwicklern einzuschränken. So sollen Facebook-Apps, die man drei Monate lang nicht genutzt hat, automatisch die Zugangsberechtigung verlieren.

Das ganze Statement von Facebook-Chef Mark Zuckerberg

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Aktionäre verklagen Facebook wegen Datenklau

Die Kontroverse hat Facebook in die heftigste Kritik seit Jahren gebracht. Auf Twitter macht der Hashtag #deletefacebook (lösche Facebook) die Runde. Das tagelange Schweigen Zuckerbergs in dieser Krise stieß auf viel Unverständnis.

Ärger droht auch an der Börse: In der Nacht zu Mittwoch reichten Aktionäre bei einem Bundesgericht in San Francisco eine Klage ein. Sie werfen Facebook Irreführung hinsichtlich der Fähigkeiten beim Schutz von Nutzerdaten vor. Der Kurs der Facebook-Aktie hatte am Montag um sieben Prozent nachgegeben, was rund 35 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtete. Am Dienstag sackte er erneut um 2,6 Prozent ab. Den Berichten zufolge reichte der Facebook-Aktionär Fan Yuan die Klage stellvertretend für eine ungenannte Zahl weiterer Investoren ein, die zwischen dem 3. Februar und dem 19. März Facebook-Aktien gekauft hätten.

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