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Facebook und Twitter - Iran-Propaganda: Hunderte Accounts gesperrt

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Facebook und Twitter haben Hunderte Accounts blockiert, die Interessen des Iran verfolgt haben sollen. "Da ist viel, was wir noch nicht wissen", sagt Facebook-Chef Zuckerberg.

Die Logos von Facebook und Twitter sind auf einem Schaufenster zu sehen, aufgenommen am 04.06.2018 in  in Malaga (Spanien)
Facebook und Twitter gehen gegen Fake-Accounts vor. Quelle: reuters

Die US-Unternehmen reagierten auf einen Tipp der auf Cyber-Sicherheit spezialisierten Firma FireEye. Diese teilte mit, die betroffenen Seiten würden iranische Propaganda fördern und richteten sich gegen Israel, Saudi-Arabien und palästinensische Belange. Die Einflussnahme habe bereits vergangenes Jahr begonnen. Twitter zufolge sollten mit den Seiten Manipulationen koordiniert werden.

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Facebook sperrte 652 Konten, Seiten und Gruppen. Betroffen seien Inhalte mit Verbindungen nach Russland und in den Iran gewesen, teilte das soziale Online-Netzwerk mit. Demnach fand es zwischen den Aktivitäten im Iran und in Russland zwar keine Verflechtungen. Die Taktiken seien aber ähnlich gewesen: Accounts sollten Netzwerke erstellen und andere dabei über ihre Hintergründe und Motive in die Irre führen.

Bereits Anfang August hatte Facebook mitgeteilt, 32 Nutzerkonten und Seiten auf Facebook und Instagram gelöscht zu haben. Diese seien offenbar daran beteiligt gewesen, die US-Politik vor den anstehenden Halbzeitwahlen im November zu beeinflussen.

Zuckerberg: Keine Chance für irreführende politische Kampagnen

Seit dem vergangenen Jahr bemüht sich der Konzern um ein stärkeres Vorgehen gegen politische Einflussnahme über die Plattform. Damals gestand das Netzwerk ein, Russen hätten versucht, die US-Präsidentschaftswahl 2016 via Facebook zu beeinflussen. Am Dienstag (Ortszeit) gab das Netzwerk bekannt, auf den mit dem Iran im Zusammenhang stehenden Konten und Seiten sei es zu "koordiniertem, nicht authentischem Verhalten" gekommen, dazu gehöre etwa die Verbreitung politischer Inhalte. Die mit dem Iran verbundenen Gruppen hätten 12.000 Dollar für Werbeanzeigen ausgegeben und seien Gastgeber 28 unterschiedlicher Veranstaltungen gewesen.

"Da ist viel, was wir noch nicht wissen", sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Wir arbeiten in dieser Ermittlung eng mit den US-Strafverfolgungsbehörden zusammen", hieß es in einem Blogeintrag des Unternehmens. Die Sperre der Konten und Seiten sei das Ergebnis von insgesamt vier Untersuchungen - drei mit Bezug auf den Iran, eine mit Bezug auf Russland. In die erste Ermittlung war eine Gruppe namens Liberty Front Press verwickelt, die mehrere Accounts auf Facebook und Instagram ins Leben gerufen hatte. Ihr folgten 155.000 andere Konten, und sie hatte laut Facebook Verbindungen zu den iranischen Staatsmedien. Politische Inhalte drehten sich um den Nahen Osten, Großbritannien und die USA.

Eine zweite Gruppe, die wiederum in Verbindung zu Liberty Front Press stand, soll versucht haben, Nutzerkonten zu hacken und Malware zu verbreiten. Eine dritte Gruppe, die ebenfalls aus dem Iran heraus operierte, hatte demnach 813.000 Follower und verbreitete den gleichen Inhalt wie die erste. Die Cybersecurity-Firma FireEye gab bekannt, Facebook über die Liberty Front Press informiert zu haben. Ziel der Gruppe sei gewesen, iranische politische Interessen zu streuen, "inklusive anti-saudiarabischer, anti-israelischer und pro-palästinensischer Themen".

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