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Nach Busunglück auf der A5 - Fahrverbote für Rettungsgassen-Blockierer

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Bei dem schweren Busunfall bei Karlsruhe gestern machten mal wieder Rettungsgassen-Blockierer und Gaffer negative Schlagzeilen. Die Polizei will sich das nicht gefallen lassen.

Archiv: Ein Notarztwagen fährt durch die Rettungsgasse am 07.04.2014 in Freiburg
Oft kaum ein Durchkommen: Ein Notarztwagen fährt nur langsam durch die Rettungsgasse. (Symbolbild) Quelle: dpa

Einigen Blockierer der Rettungsgasse droht nach dem Unglück am Mittwochmorgen dabei neben Bußgeld und Punkten auch Fahrverbote. In mindestens fünf Fällen, in denen Helfer oder Abschleppwagen längere Zeit behindert wurden, würden einmonatige Fahrverbote ausgesprochen werden, verkündete ein Sprecher der Karlsruher Polizei.

Alles in allem zeigte die Polizei nach dem schweren Busunfall 120 Verkehrsteilnehmer wegen Blockierens der Rettungsgasse an. Sie müssen mit zwei Punkten in Flensburg und 200 Euro Buße rechnen.

Motorradfahrer fuhren Polizei hinterher

Die Beamten ermitteln derzeit auch gegen Motorradfahrer, die Polizeiwagen in der Rettungsgasse hinterhergefahren sind. "So eine Dreistigkeit muss bestraft werden", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Karlsruhe.

Wenn Rettungskräfte zu Unfällen eilen, kann es auf Minuten ankommen. Doch immer wieder werden Polizei, Feuerwehr und Ärzte gebremst, weil ihnen der Weg versperrt ist - von neugierigen Gaffern mit gezückten Handykameras oder blockierten Rettungsgassen auf mehrspurigen Straßen. Um das zu unterbinden, gibt es satte Strafen.

Auf Müllwagen aufgefahren

Ein verunglückter Reisebus steht am 27.06.2018 auf der Autobahn 5 bei Ettlingen
Die Reiseleiterin, die vorne rechts saß, hatte keine Chance: der verunglückte Reisebus auf der Autobahn 5 bei Ettlingen nahe Karlsruhe. Quelle: dpa

Am frühen Mittwochmorgen war der Bus aus Bayreuth auf dem Weg in die Provence auf der A5 nahe Karlsruhe in plötzlich stockendem Verkehr auf einen Müllwagen aufgefahren. Der Busfahrer machte eine Vollbremsung, krachte aber mit rechts in den Laster.

Die 30 Jahre alte Reiseleiterin, die neben dem Busfahrer saß, hatte keine Chance und starb noch an der Unfallstelle. Ein Mann und eine Frau, die hinter ihr saßen, erlitten lebensgefährliche Verletzungen. 29 weitere Menschen, laut Polizei überwiegend Senioren, sind leichter verletzt.

Über eine wegen der A5-Baustelle gesperrten Ausfahrt kamen die Retter schnell an die Unglücksstelle. Doch spätere Helfer und Abschleppwagen die über die A5 und A8 aus Norden kamen, hatten Probleme, weil Autos keine Rettungsgasse freiließen.

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