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Genuss ohne Reue - Fairer Kaffee - aber bitte mit Siegel

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Während die Umsätze in der Kaffeeindustrie wachsen, fallen die Löhne der Kaffeebauern. Vor allem sind Frauen betroffen. Wer auf die richtigen Fair-Trade-Siegel achtet, kann helfen.

Ohne Morgenkaffee fängt der Tag nicht an! Kaffee ist, neben Wasser, das beliebteste Getränk der Deutschen. Doch in Sachen Nachhaltigkeit und fairer Handel steht Kaffee schlecht da.

Beitragslänge:
30 min
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Wieso ist es wichtig, Kaffee fair zu kaufen?

Eine faire Bezahlung sichert die Existenz der Kaffee-Bauern. 2011 wurde die Fairtrade-Prämie von Kaffee von 0,1 US-Dollar auf 0,2 US-Dollar pro Pfund Kaffee erhöht. Davon profitieren die Kaffee-Farmer enorm. 2013 bis 2014 haben die Bauern so beispielsweise mehr als 49 Millionen Euro Prämien erhalten, die sie zu Investitionszwecken nutzen konnten. Darunter:

  • 46 Prozent Leistungen für Kleinbauern
  • 44 Prozent Investition in Produzentenorganisationen
  • Acht Prozent Leistungen für die Gemeinde
  • Zwei Prozent andere

Woran erkenne ich fairen Kaffee?

Beim Kauf von fairem Kaffee sollte auf Siegel oder Label geachtet werden. Produkte, die diese Siegel tragen, unterliegen unterschiedlichen Kriterien und Kontrollen, die fairen Handel voraussetzen.

Welche Siegel und Label gibt es?

Der Begriff "fair" ist im Vergleich zu "bio" nicht rechtlich geschützt. Deshalb ist es für Konsumenten nicht immer einfach, auf den ersten Blick zu erkennen, was hinter welchem Siegel steht. Diese Label gibt es:

  • WFTO

    Die World Fair Trade Organization vergibt ein Fairhandels-Label. Die Organisation überprüft nicht nur Produkte, sondern ganze Unternehmen.

  • TransFair

    Der Verein vergibt ein Siegel an fair gehandelte Produkte.

  • Fair for Life

    Das Schweizer Siegel hat ein Nachhaltigkeits-Standard entwickelt, der auch Umweltaspekte mitberücksichtigt.

  • Naturland Fair

    Das Label zertifiziert Produkte, die fair und bio gehandelt sind – auch lokale Produkte können das Siegel erhalten.

  • GEPA

    Von der WFTO geprüftes Fairhandels-Haus

  • WeltPartner

    Wie GEPA von der WFTO geprüft

Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Außerdem gibt es auf der ganzen Welt Marken, die sich komplett auf fairen Handel spezialisiert haben. Sie gehören zu den anerkannten Fair-Trade-Unternehmen und vertreiben ausschließlich fair produzierte Produkte. Dazu gehören GEPA, El Puente, BanaFair oder dwp. Man bekommt diese Produkte vor allem in Welt-, Bio- und Naturkostläden, manchmal auch im Supermarkt.

Was ist ein Weltladen?

Ein Weltladen ist ein Fachgeschäft für fairen Handel und alle Produkte, die dort verkauft werden, sind fair gehandelt. Außerdem leisten Weltläden Informations- und Bildungsarbeit zum Thema "Fairer Handel". In Deutschland gibt es inzwischen circa 800 Weltläden.

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