Sie sind hier:

Lüge und Wahrheit - Fake News: Facebook testet lernende Computer

Datum:

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl macht Facebook einen weiteren Schritt bei der Bekämpfung der sogenannten Fake News. Algorithmen sollen bei der Entscheidung helfen, welche Artikel den als Faktenprüfer gewonnenen Medienpartnern vorgelegt werden.

Wie kann per Facebook-Algorithmus eine Filterblase mit einer einseitigen Weltsicht entstehen?

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Facebook will im Kampf gegen gefälschte Nachrichten stärker selbstlernende Software einsetzen. Damit soll unter anderem ermittelt werden, welche auf der Plattform verbreitete Berichte den mit Facebook kooperierenden Faktenprüfern vorgelegt werden sollen, sagte Managerin Tessa Lyons. Neben Beiträgen, deren Wahrheitsgehalt angezweifelt wird, soll mit dem Hinweis "Mehr zum Thema" deren journalistische Gegendarstellung angezeigt werden. In Deutschland arbeitet Facebook dafür mit dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv zusammen.

Testphase in mehreren Ländern

Der Test mit der prominenten Anzeige der Faktenprüfer-Beiträge wurde jetzt neben Deutschland auch in den USA, Frankreich und den Niederlanden gestartet.

Facebook wolle selbst nicht entscheiden, ob ein Nachrichtenbeitrag korrekt oder falsch sei, bekräftigte Lyons. Die selbstlernende Software stütze sich derzeit bei der Auswahl möglicherweise zweifelhafter Inhalte auf Hinweise und Kommentare von Nutzern. Mit der Zeit wolle man damit das Erkennen gefälschter Nachrichten immer weiter verbessern.

Die Ausbreitung gefälschter Nachrichten bei Facebook hatte im US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. Das Online-Netzwerk verschärfte in den vergangenen Monaten das Vorgehen dagegen immer weiter. Dabei geht es zum einen darum, die finanziellen Anreize einzudämmen - ein Großteil der gefälschten Nachrichten wurde laut Facebook verbreitet, um mit Klicks Geld zu verdienen. Zugleich räumte Facebook ein, dass versucht werde, die Plattform für politische Manipulation der Nutzer zu missbrauchen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.