Sie sind hier:

Was Wissenschaftler sagen - Fakten und Zahlen zur Erderwärmung

Datum:

Die Erwartungen waren hoch, viele davon wurden enttäuscht: Der Weltklimagipfel endete nur mit einem Minimalkompromiss. Dabei drängt die Zeit, wie die Forschung zeigt.

Trauerfeier für den stark geschrumpften Pizol-Gletscher
Trauerfeier für den stark geschrumpften Pizol-Gletscher
Quelle: dpa

Die 25. Klimakonferenz in Madrid ist nach einer Verlängerung um zwei Tage am Sonntag schließlich zu Ende gegangen. Die Abschlusserklärung des Weltklimagipfels blieb vage, Kernpunkte wurden vertagt oder in wenig belastbare Absichtsbekundungen gegossen. Dabei zeigen wissenschaftliche Daten, wie groß der Druck zum Handeln jetzt schon ist. Ein Überblick in Stichpunkten:

Erderwärmung

Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats um ein Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufgeheizt. Die vergangenen vier Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wie die UN-Meteorologie-Organisation berichtet.

Gletscherschmelze

Weltweit verlieren schmelzende Gletscher jährlich rund 335 Milliarden Tonnen Eis - das entspricht dem Dreifachen des aktuellen Gletschervolumens der europäischen Alpen, wie Forscher aus Zürich berichten.

Temperaturanstieg

Wirtschaften und leben die Menschen weltweit weiter wie bisher, läge der Temperaturanstieg Ende des Jahrhunderts bei 3,4 bis 3,9 Grad, wie das UN-Umweltprogramm Unep vorrechnet. Angestrebt werden aber maximal 1,5 Grad, um Kipppunkte im Ökosystem zu umschiffen.

Meeresspiegel

Der Weltklimarat geht davon aus, dass bei einem ungebremsten Klimawandel die Meeresspiegel schon bis Ende des Jahrhunderts um mehr als einen Meter steigen könnten.

Folgen für Deutschland

Ein im November veröffentlichter Bericht der Bundesregierung weist nach, dass sich die mittlere Lufttemperatur hierzulande von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht hat. Die Folge: Auch in Deutschland wird das Wetter extremer. Je nach Region kann das mehr Hitze, mehr Starkregen oder auch mehr Hochwasser bedeuten.

CO2-Ausstoß

Auch in diesem Jahr dürfte der weltweite CO2-Ausstoß erneut nach oben klettern. Und die Internationale Energie-Agentur (IAE) erwartet, dass er bis 2040 nicht etwa sinken, sondern sogar noch um zehn Prozent steigen dürfte.

Fliegen

Das Fliegen wird weiter subventioniert: Allein 2017 verzichtete der deutsche Staat dem Umweltbundesamt zufolge auf 8,1 Milliarden Euro, weil Kerosin nicht besteuert wird, und auf 4,2 Milliarden Euro, weil grenzüberschreitende Flüge von der Mehrwertsteuer befreit sind. Im ersten Halbjahr 2019 stiegen an deutschen Flughäfen 4,2 Prozent mehr Menschen in einen Flieger als ein Jahr zuvor.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.