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Fall Assange - Abgeordnete wollen Auslieferung

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Nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange fordern nun einige britische Abgeordnete, Assange auszuliefern, falls Schweden dies verlange.

Julian Assange kommt am Westminster-Amtsgericht an. Archiv
Julian Assange kommt am Westminster-Amtsgericht an. Archiv
Quelle: Victoria Jones/PA Wire/dpa

Gut 70 britische Abgeordneten wollen Wikileaks-Gründer Julian Assange ausliefern, falls Schweden dies verlange. Die Parlamentarier stünden an der Seite der Opfer von sexueller Gewalt, schrieb die Labour-Abgeordnete Stella Creasy auf Twitter.

Assange wird in Schweden Vergewaltigung vorgeworfen, in den USA Verschwörung. Die Botschaft Ecuadors in London hat ihm vor Kurzem das politische Asyl entzogen. Assange, der die Vorwürfe zurückweist, befürchtete via Schweden eine Auslieferung an die USA.

Wiederaufnahme der Ermittlungen in Schweden beantragt

Assange war am Donnerstag in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem das südamerikanische Land das politische Asyl für ihn aufgehoben hatte. Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken, und fordern seine Auslieferung.

Ein Gericht in London hatte ihn am Donnerstag zunächst schuldig gesprochen, gegen Kautionsauflagen verstoßen zu haben, ihm drohen dafür bis zu zwölf Monate Haft. In Schweden hatte die Staatsanwaltschaft im Mai 2017 ihre Ermittlungen einstellt. Die Anwältin der Frau, die Assange beschuldigt, hat aber die Wiederaufnahme beantragt. Die britischen Abgeordneten wiesen nun darauf hin, dass die Vergewaltigungsvorwürfe im August 2020 verjähren würden. Sie hätten den Eindruck, dass die Behörden der USA und des Vereinigten Königreichs vorab über die Entscheidung Ecuadors informiert wurden, die Schwedens aber nicht.

Wikileaks

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