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Flüchtlingsrettung - Fall Iuventa: Wie es weiter geht

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Die Ereignisse bei der Seenotrettung für Flüchtlinge überschlagen sich: Italien startet Militäreinsätze gegen Schlepper vor der Küste Libyens. Ein Schiff der Organisation "Jugend rettet" wird festgesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Beihilfe zu illegaler Einwanderung. Was bedeutet dies?

Italien strebt auf europäischer Ebene einen neuen Verhaltenskodex zur Flüchtlingsrettung auf der Mittelmeer-Route zwischen Libyen und Italien an. Rom plant damit den zunehmenden Strom der Flüchtlinge einzudämmen bzw. die Flüchtlinge gerechter zu …

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Das Auswärtige Amt hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen mit den deutschen Aktivisten auf dem in Italien festgesetzten Flüchtlingsrettungsboot "Iuventa" Verbindung aufgenommen. "Wir beobachten die Lage vor Ort, stehen mit den betroffenen Deutschen in Kontakt und stehen - so gewünscht - für eine konsularische Betreuung zur Verfügung", hieß es am Donnerstag in Diplomatenkreisen.

Die italienische Küstenwache hatte das Boot der deutschen Organisation "Jugend rettet" am Mittwoch im Mittelmeer gestoppt und nach Lampedusa eskortiert. Die Aktivisten werden der Beihilfe zur illegalen Einwanderung aus Libyen verdächtigt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es ist das erste Mal, dass Italien ein Flüchtlingsrettungsboot festsetzt.

"Beweise schwerwiegend"

"Die Beweise sind schwerwiegend", sagte Staatsanwalt Ambrogio Cartosio in der sizilianischen Stadt Trapani. "Wir haben Beweise für Begegnungen zwischen Schleusern, die illegale Einwanderer zur 'Iuventa' begleitet haben, und Mitgliedern der Besatzung." Die Polizei untersuchte die "Iuventa" und übernahm die Kontrolle über das Boot.

Bereits im Mai hatte Cartosio einige der acht Hilfsorganisationen im Mittelmeer der Zusammenarbeit mit den Schleusern verdächtigt. Manche Crews schienen schon vorher zu wissen, wo die nicht seetüchtigen Flüchtlingsboote später auftauchten.

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