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Fall Lübcke: Mann aus Gewahrsam entlassen

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Getöteter Regierungspräsident - Fall Lübcke: Mann aus Gewahrsam entlassen

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Der von der Polizei in Gewahrsam genommene Mann ist wieder frei. Ein Sprecher teilte mit, nach seiner Befragung habe es "keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung" gegeben.

Archiv: Polizisten vor dem Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 03.06.2019 in Wolfhagen
Polizeiliche Ermittlungen im Mordfall Lübcke.
Quelle: Reuters

"Er wurde befragt und konnte danach gehen", sagte ein Polizeisprecher. Mehr Details gab er nicht bekannt. Laut Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" handele es sich um einen jüngeren Mann, der in privater Beziehung zu dem 65-jährigen CDU-Politiker gestanden haben solle. Das berichtete das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Auf die Spur des Mannes sei die Polizei durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten gekommen. Dazu habe dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons gehört, schrieb die "FAZ" weiter.

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden.

160 Hinweise eingegangen

Bis Samstagmittag waren 160 Hinweise aus der Bevölkerung zu den möglichen Umständen des Todes von Lübcke eingegangen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die eingerichtete Sonderkommission der Polizei mitteilten. Bis Donnerstag waren es 80 Hinweise - kurz zuvor hatte das ZDF in "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Zeugenaufruf ausgestrahlt. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten die Bevölkerung am Samstag weiter um Mithilfe gebeten.

Archiv: Ein Mann zeigt auf den Bildschirm seines Laptops.

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Selbst nach seinem Tod reißen die Hasskommentare gegen Walter Lübcke nicht ab. Die Politik fordert jetzt, dass solche Kommentare schneller gelöscht werden.

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha tot aufgefunden worden. Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. Nach den Ergebnissen der Obduktion wurde er "aus nächster Nähe" mit einer "Kurzwaffe" erschossen. In der Tatnacht hatte nur wenige Meter entfernt vom Haus des CDU-Politikers eine Kirmes stattgefunden.

Die Trauerfeier für den Regierungspräsidenten ist für den 13. Juni in Kassel geplant. In der Martinskirche werde es einen Trauergottesdienst mit "protokollarischen Ehrenbekundungen" geben, kündigte eine Regierungssprecherin an.

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