Mehr Personal für Ermittlungen

Sie sind hier:

Fall Lügde - Mehr Personal für Ermittlungen

Datum:

Dutzende Ermittler sollen den Missbrauchsfall auf einem Campingplatz in Lügde aufklären. Die Polizei verstärkt nun ihre Ermittlungskommission.

Fall Lügde bekommt mehr Personal
Fall Lügde bekommt mehr Personal
Quelle: Guido Kirchner/dpa

Die Ermittlungskommission zum Missbrauchsfall auf einem Campingplatz in Lügde bekommt mehr Polizisten. "Für neuerliche Maßnahmen auf dem Campingplatz wird zusätzliches Personal eingesetzt", sagte eine Sprecherin der Bielefelder Polizei.

Polizei und NRW-Innenministerium nannten keine konkrete Zahl, wie viele Beamte die Kommission zusätzlich unterstützen sollen. Auf dem Campingplatz soll der Hauptbeschuldigte mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben.

Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte im "Spiegel" angekündigt, den Campingplatz erneut absuchen zu lassen. "Das ist ein großes Gelände, wir werden es uns weiter genau ansehen und die Menschen dort befragen. Die Arbeit ist noch nicht beendet", sagte er. Es sei "nicht ausgeschlossen, dass es da noch einen Fall gibt, ein Opfer, das sich noch nicht gemeldet hat. Oder dass der Beschuldigte andere Verstecke hatte." Es gehe bei den Maßnahmen derzeit aber nicht um weitere Durchsuchungen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Samstag.

Pannen während der Ermittlung

Abriss auf dem Campingplatz in Lügde. Archivbild
Abriss auf dem Campingplatz in Lügde. Archivbild
Quelle: Guido Kirchner/dpa

Mitte April war die Parzelle des Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz abgerissen worden, dabei tauchten weitere Datenträger auf. Später wurde die Polizei auf einen Schuppen aufmerksam, den man bis dahin dem Verdächtigen nicht zugeordnet hatte. "Das hat mich geärgert, der hätte den Beamten auffallen müssen", sagte Reul dem "Spiegel".

Auf dem Areal in Lügde soll der Hauptbeschuldigte - ein 56 Jahre alter Dauercamper - mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein Mann aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.