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Aktenzeichen XY - Fall "Maria": Polizei hofft auf neue Hinweise

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Im August hielt der grausame Mord an Maria A.N. Hamburg in Atem. Bis heute gibt es keine konkrete Spur zum Täter. Das soll sich nach dem Willen der Ermittler jetzt ändern.

Alles begann mit dem Fund eines Anglers am 3. August 2017 an einem Hamburger Elbstrand: Leichenteile und ein weiblicher Oberschenkel. In den darauffolgenden Tagen und Wochen kam es dann zu immer weiteren Funden und die Ermittler mussten ein grausames Puzzle zusammenstellen, wie es in der deutschen Kriminalgeschichte wahrscheinlich einmalig ist.

Opfer getötet und zerstückelt

Die ersten Untersuchungen zeigten schnell, dass die gefundenen Leichenteile zu ein und der derselben Person gehören: Der Prostituierten Maria A.N. Die 48-Jährige stammte aus Äquatorialguinea, lebte überwiegend in Spanien und ging regelmäßig in Hamburg zur Arbeit.

Am 1. August wurde sie zuletzt gesehen und bald darauf von einer Kollegin als vermisst gemeldet. Damit waren erste wesentliche Punkte für die weiteren Ermittlungen gegeben.

Hinzu kam, dass an verschiedenen Stellen der Elbe immer weitere Teile des Leichnams von Maria gefunden wurden. Die Fundstellen und die gerichtsmedizinischen Erkenntnisse formten sich zu einem grausamen und mysteriösen Bild des Mordes. Denn es wurde klar, dass die Leichenteile gezielt im Stadtgebiet an den Ufern der Elbe verteilt worden waren. Der Täter hatte den Leichnam also nicht bloß beseitigen wollen, sondern ist möglicherweise bewusst das Risiko eingegangen, dass diese auch schnell gefunden werden. Das Motiv für dieses Vorgehen liegt noch im Dunkeln.

Maria zuletzt am 1.August lebend gesehen

Demgegenüber stehen aber auch einige gesicherte Fakten. So konnte die Polizei aufgrund von Zeugenaussagen rekonstruieren, dass Maria A.N. am 1. August mittags noch lebte. Zu dieser Zeit wurde sie am Hamburger Hansaplatz gesehen in Begleitung eines Mannes. Diesen Mann konnten Zeugen beschreiben. Er konnte allerdings bislang nicht identifiziert oder gefunden werden.

Zu diesem Zeitpunkt und an diesem Ort verliert sich die Spur von Maria A.N., aufgenommen wird sie erst wieder mit dem Fund der Leichenteile. Die bisherigen Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Maria aber noch am selben Tag Opfer des Verbrechens wird.

Denn am Abend des 1. August hören Zeugen an der Elbe, genauer am Anleger Wittenbergen, verdächtige Geräusche. Möglicherweise – so vermutet die Polizei – wurden hier Leichenteile ins Wasser geworfen. Und in der Tat wurden später, ganz in der Nähe des Anlegers, auch Funde gemacht.

Öffentlichkeitsfahndung in "Aktenzeichen XY...ungelöst"

In "Aktenzeichen XY...ungelöst" wird die Hamburger Polizei diese Erkenntnisse und die daraus folgenden Schlüsse jetzt noch einmal detailliert einer größeren Öffentlichkeit vorstellen. Denn weitere Zeugen und Beobachtungen können helfen, die Ermittlungen voranzutreiben und neue Hinweise auf den Täter zu bekommen. Seit einigen Wochen ist zudem eine hohe Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgesetzt worden. Sie beträgt 5.000 Euro.

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