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Fall Skripal - OPCW bestätigt britische Erkenntnisse

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Die Skripals wurden mit einer tödlichen Chemikalie vergiftet. Das teilt die OPCW mit, die damit britische Erkenntnisse bestätigt. Einen Schuldigen nennt aber auch die OPCW nicht.

Die Organisation "OPCW" hat die britischen Angaben bestätigt, nach denen Sergej Skripal mit einem Nervengift vergiftet wurde. Die Experten sagten jedoch nichts über dessen Herkunft.

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Bei einer Untersuchung von Blutproben von Skripal und seiner Tochter seien die "Untersuchungsergebnisse Großbritanniens in Bezug auf die Identität der toxischen Chemikalie bestätigt" worden, erklärte die OPCW am Donnerstag in einem in London vorgelegten Kurzbericht. Das verwendete Gift wird darin nicht benannt, es zeichnete sich nach Angaben der Experten aber durch eine "hohe Reinheit" aus.

Vollständiger Bericht nicht öffentlich

Die OPCW äußerte sich in dem veröffentlichten Kurzbericht nicht dazu, welches Gift bei dem Anschlag zum Einsatz kam und wer die Attacke ausgeführt haben könnte. Ein vollständiger Bericht, der allerdings geheim ist, soll den Unterzeichnerstaaten der OPCW zur Verfügung gestellt werden. In diesem seien auch Name und Struktur des untersuchten Gifts enthalten. Die britische Regierung berief für den 18. April ein Treffen der OPCW ein, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Der britische Außenminister Boris Johnson sagte, der OPCW-Bericht unterstütze seine Schlussfolgerung, dass Russland für den Anschlag verantwortlich sei. Auch bestätige er, dass es sich um das in Russland entwickelte Gift Nowitschok gehandelt habe. "Es gibt keinen Zweifel, was benutzt wurde, und es gibt keine andere Erklärung, wer dafür verantwortlich ist - nur Russland hat die Mittel, ein Motiv und die Erfahrung", teilte Johnson in London mit.

Kreml streitet weiter ab

Die russische Regierung weist die Verdächtigungen erneut zurück. Russland habe keine anderen Kampfstoffe besessen als jene, die der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) gemeldet worden seien, sagte der stellvertretende Industrieminister Georgi Kalamanow am Donnerstag in Moskau. Sie seien alle bis 2017 unter Aufsicht der OPCW vernichtet worden, bekräftigte er.

Die britische Regierung hatte die internationalen Chemiewaffenexperten der OPCW gebeten, in dem Fall zu ermitteln. Der frühere russische Doppelagent Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im englischen Salisbury vergiftet worden. Der Fall führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen den führenden westlichen Staaten und Russland.

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