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Ali B. wieder in Deutschland - Mutmaßlicher Mörder in den Händen der Justiz

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Ali B., der die 14-jährige Susanna ermordet haben soll, ist wieder in Deutschland. In der Nacht wurde der 20-Jährige vernommen, heute wird er dem Haftrichter vorgeführt.

Ali. B. war in den Nordirak geflüchtet.
Ali. B. ist wieder in Deutschland. Quelle: Boris Roessler/dpa

Gleich nach der Rückkehr nach Deutschland ist Ali B., der die 14-jährige Susanna vergewaltigt und ermordet haben soll, zur Vernehmung nach Wiesbaden gebracht worden. Schwer bewaffnete Polizisten einer Spezialeinheit nahmen den 20-jährigen Iraker in Empfang, der mit einem Polizeihubschrauber direkt vom Frankfurter Flughafen ins Polizeipräsidium Westhessen geflogen wurde.

Seehofer erleichtert

Bundespolizisten hatten Ali B. am Samstag an Bord einer Lufthansa-Maschine aus der nordirakischen Stadt Erbil zurück nach Deutschland gebracht. "Ich bin froh, dass der von der deutschen Justiz gesuchte, mutmaßliche Täter wieder in Deutschland ist", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer am Abend. "So kann das Ermittlungsverfahren schnell vorangetrieben werden."

An diesem Sonntag sollte Ali B. einem Haftrichter vorgeführt werden. Er steht im Verdacht, die am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefundene Susanna F. in der Nacht vom 22. zum 23. Mai vergewaltigt und anschließend getötet zu haben, um das vorangegangene Verbrechen zu vertuschen. Der 20-Jährige hatte sich in den Nordirak abgesetzt und war dort in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Kurdischen Ermittlern zufolge hat Ali B. die Tötung des 14-jährigen Mädchens aus Mainz gestanden.

Bundespolizei holte Verdächtigen im Irak ab

Der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, war einem Bericht der "Bild-Zeitung" zufolge selbst bei dem Flug nach Deutschland dabei. Die Bundespolizisten hätten Ali B. erst im Flugzeug von den kurdischen Sicherheitsbehörden der nordirakischen Region übernommen, sagte er der Zeitung. Nach der vorläufigem Festnahme habe der Vertreter der kurdischen Regionalregierung ihn um eine Abschiebung des Tatverdächtigen nach Deutschland gebeten.

In Kanada begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Festnahme des Tatverdächtigen und die Rückführung nach Deutschland. "Das unfassbare Leid, das der Familie und dem Opfer widerfahren ist, bewegt jeden und erfasst auch mich", sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im kanadischen La Malbaie.

Der Polizeioffizier Tarik Ahmed berichtete im kurdischen TV-Sender Rudaw, Ali B. habe die Tat gestanden. Dieser Schilderung zufolge hätten der 20-Jährige und sein Opfer viel Alkohol getrunken und Tabletten geschluckt. Zwischen den beiden sei es zum Streit gekommen. Das Mädchen habe gedroht, die Polizei anzurufen, was Ali B. nach eigener Aussage zu der Tat getrieben habe - er habe die 14-Jährige stranguliert.

Der Fall hat eine heftige politische Debatte ausgelöst. In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde der Ruf nach einer Verkürzung der Asylklageverfahren laut. Der Asylantrag des verdächtigen Irakers war bereits Ende 2016 abgelehnt worden, er hatte aber Rechtsmittel dagegen eingelegt, so dass eine Abschiebung damit gestoppt war.

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