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Erste Hilfe - Vorbereitet auf den Notfall

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Für den Führerschein ist der Erste-Hilfe-Kurs Pflicht. Das Knowhow geht aber oft wieder verloren. Wegsehen sollte man dennoch nicht. Die wichtigsten Fakten zur Ersten Hilfe.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem plötzlichen Herztod
Vor der Herzdruckmassage haben viele Ersthelfer Respekt.
Quelle: ZDF

Kann ich Unfallopfern schaden, wenn ich mich nicht auskenne?

Viele Menschen halten bei Verkehrsunfällen nicht an, weil sie Angst haben, den Unfallopfern mit ihrem mangelnden Wissen eher zu schaden als zu helfen. Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist es aber immer sinnvoll zu helfen. Wirklich falsch machen, könne man eigentlich nichts, sagt Dieter Schütz, Pressesprecher des DRK. Egal wie lange der letzte Erste-Hilfe-Kurs also schon her ist, sollte man diese "psychische Hürde" überwinden und trotzdem versuchen zu helfen.

Was sollte ich können?

Was jeder kann und im Falle eines Notfalls tun sollte, ist die Notrufnummer 112 zu wählen. Wer unsicher über die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse ist, kann andere Personen zur Hilfe rufen. Auch wenn man selbst unsicher ist, ob man Erste Hilfe leisten kann, sollte man zumindest für Hilfe sorgen und die betroffene Person bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreuen.

Erste-Hilfe-Kurs
Der Umgang mit dem Defibrilator ist leichter als gedacht.
Quelle: imago/Jochen Tack

Dieter Schütz zufolge gehört die stabile Seitenlage zu den Grundvoraussetzungen. Auch den Umgang mit Defibrilatoren, die mittlerweile in vielen öffentlichen Einrichtungen zu finden sind, sollte man lernen. Viele hätten Angst vor dem Gerät, so Schütz. Dabei sei die Bedienung sehr leicht, weil das Gerät mit seinen Sprachanweisungen relativ selbsterklärend wäre. In einem Erste-Hilfe-Kurs kann außerdem jeder den Umgang mit einem solchen Defibrilator und auch Grundlagen wie die stabile Seitenlage lernen.

Woran hapert es am meisten?

Tatsächlich ist das größte Problem der Ersten Hilfe laut Schütz die Angst, etwas falsch zu machen. Denn bei vielen Menschen liegt der letzte Kurs tatsächlich schon so lange zurück wie die Führerscheinprüfung. Um die Angst vor dem Helfen zu überwinden und sich als Ersthelfer sicher zu fühlen, macht also der Besuch eines solchen Kurses auch nach der Führerscheinprüfung durchaus Sinn.

Wie kann ich meine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen?

Wer einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen und sein Wissen auffrischen möchte, kann sich an die jeweiligen Kreis- oder Ortsverbände des DRK, der Johanniter, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) oder der Malteser wenden. Alle Informationen zu den Kursen gibt es auch auf den jeweiligen Online-Auftritten der Hilfsorganisationen. Das DRK und der ASB bieten zudem Erste-Hilfe-Apps an, die Ersthelfer in einer Notfallsituation interaktiv begleiten können.

Welcher Auffrischungs-Rhythmus wäre sinnvoll?

Eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse ist in Deutschland zwar für bestimmte Berufsgruppen vorgeschrieben, nicht aber für die Bürger allgemein. Dieter Schütz hält es für sinnvoll, die möglicherweise lebensrettenden Kenntnisse alle zwei bis drei Jahre in einem Kurs aufzufrischen. Dadurch kann auch die Hemmschwelle, bei einem Unfall anzuhalten und zu helfen, sinken.

Richtig Erste Hilfe leisten

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