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Dresden - Fast zehn Jahre Haft für Moschee-Bomber

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Nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden ist der Angeklagte Nino K. zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

Archiv: Die Fatih Camii Moschee in Dresden, aufgenommen am 09.12.2016
Die Fatih Camii Moschee in Dresden
Quelle: dpa

Fast zwei Jahre nach den Anschlägen hat das Landgericht in der sächsischen Hauptstadt den Nino K. unter anderem wegen versuchten Mordes, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter besonders schwerer Brandstiftung verurteilt. In ihrem Plädoyer hatte die Anklage zehn Jahre und neun Monate Haft gefordert.

K. soll am 26. September 2016 selbstgebaute Rohrbomben vor der Fatih-Moschee gezündet haben. Der Imam und seine Familie blieben bei dem Anschlag unverletzt. Wenig später explodierte am Internationalen Congress Centrum ein weiterer vom Beschuldigten gebauter Sprengsatz. Die Anschläge kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden sorgten bundesweit für Aufsehen.

Angeklagter war Redner bei Pegida

Die Verteidigung hatte nicht mehr als vier Jahre und sechs Monate Haft für K. gefordert. Sie sah keinen Tötungsvorsatz im Handeln des früheren "Pegida"-Anhängers. Nino K. hatte den Anschlag gestanden. In seinen letzten Worten vor dem Urteil bedauerte er sein Vorgehen.

Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. Allerdings befanden sich der Imam und seine Familie zum Zeitpunkt des Angriffs in ihrer Wohnung, die sich im Moscheegebäude befand. Kurz nach 22 Uhr detonierte ein weiterer Sprengsatz auf der Dachterrasse des Dresdner Kongresszentrums. Der 31-jährige Klimaanlagenmonteur musste sich seit Ende Januar vor Gericht verantworten. Im Jahre 2015 war er als Redner der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung aufgetreten.

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