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Eurovision Song Contest - Mit-Favorit Israel steht im ESC-Finale

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Mit-Favoritin Netta aus Israel steht im Finale des Eurovision Song Contest. Doch nach dem ersten Halbfinale in Lissabon hat sie eine starke Konkurrentin auf den Sieg am Samstag.

Netta Barzilai
Netta Barzilai tritt für Israel an
Quelle: dpa

Es ist keine große Überraschung: Seit Wochen wird Israel als Top-Favorit beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Lissabon gehandelt. Und tatsächlich qualifiziert sich die israelische Teilnehmerin Netta mit ihrem tanzbaren Partysong "Toy" für das Finale des Wettbewerbs am Samstag. Beim ersten Halbfinale am Dienstag überzeugt sie Zuschauer und die internationalen Jurys, die jeweils zu 50 Prozent über die Finalisten entscheiden, gleichermaßen. Als siebte von 19 Teilnehmern geht sie an den Start. Sie gackert wie ein Huhn, tanzt und singt immer wieder die selbstbewusste Textzeile "I'm not your toy, you stupid boy".

Auch ihre stärkste Konkurrentin auf den ESC-Sieg qualifiziert sich für das Finale: Sängerin Eleni Foureira aus Zypern liefert mit ihrem Partysong "Fuego" eine fulminante Performance, passend zum Titel mit einer feurigen Bühnenshow. Das Publikum dankt es ihr mit begeistertem Applaus und Jubel. Bei den Online-Wettanbietern, die in den vergangenen Jahren den Sieger immer ziemlich zuverlässig vorhergesagt hatten, liegt Foureira seit heute auf Platz eins. Es scheint, als ob der bisherigen Favoritin aus Israel in der entscheidenende ESC-Woche ein wenig die Luft ausgeht. Neben Israel und Zypern qualifizieren sich acht weitere Länder fürs Finale, darunter Österreich und die Tschechische Republik.

Michael Schulte singt für Deutschland

Michael Schulte
Michael Schulte: "You let me walk alone"
Quelle: dpa

Deutschland ist für das Finale des Musikwettbewerbs gesetzt. Als eines der großen und finanzstarken Länder muss sich der deutsche Vertreter Michael Schulte nicht in einem der beiden Halbfinals qualifizieren. Sein Song heißt "You let me walk alone", ist eine gefühlvolle Ballade und handelt vom Tod seines Vaters. Wenn Schulte den Song am Samstag im Finale singen wird, werden auf einer großen Videowand hinter ihm Bilder von Fans mit ihren Vätern erscheinen. Ganz am Ende steht nur ein Wort hinter ihm: Alone.

Viele Fans, die den Song bereits während seiner Proben gesehen haben, berührt der Auftritt sehr. Bei den Wettanbietern konnte Schulte zuletzt an Boden gut machen. Einige Beobachter trauen ihm durchaus eine Platzierung unter den ersten Zehn zu. Und auch, wenn es nicht für die Top Ten reichen sollte: Ein Desaster wie in den vergangenen Jahren könnte Deutschland dieses Jahr jedenfalls erspart bleiben. Seit 2013 steckt Deutschland in einer ESC-Krise. 2015 und 2016 wurde Deutschland Letzter, 2017 Vorletzter.

Auch Norwegen gilt als ESC-Favorit

Archiv: Salvador Sobral am 13.05.2017 in Kiew
ESC-Sieger Salvador Sobral
Quelle: epa

Gute Chancen auf den ESC-Sieg werden neben Israel und Zypern auch Frankreich, dem Opern-Song aus Estland sowie Norwegen eingeräumt. Norwegen schickt mit Alexander Rybak einen ESC-Champion. 2009 gewann er den Eurovision Song Contest mit überwältigendem Abstand. 2018 tritt er mit dem Gute Laune-Popsong "That's how you write a song" an. Rybak muss sich am Donnerstag beim zweiten ESC-Halbfinale allerdings erst noch für das Finale mit insgesamt 26 Startplätzen qualifizieren. Frankreich ist als eines der großen Länder ebenfalls bereits im Finale gesetzt.

Der ESC findet dieses Jahr unter dem Motto "All aboard" in Lissabon statt. Im Vorjahr hatte der portugiesische Sänger Salvador Sobral den Wettbewerb zum ersten Mal überhaupt für sein Land gewonnen. Seine ungewöhnliche, jazzige und berührende Ballade "Amar pelos Dois" hatte im Vorjahr Bulgarien und Moldau auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Nach einer Herzerkrankung ist für Samstag beim ESC-Finale Sobrals Bühnen-Comeback angekündigt.

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