Sie sind hier:

Wegen Schadsoftware "Kronos" - FBI nimmt "WannaCry"-Retter fest

Datum:

Vor fast drei Monaten erschütterte der "WannaCry"-Hack Menschen in 150 Ländern - eine alte Windows-Version war das Einfallstor. Dann stoppte die Attacke. Der Hacker Marcus Hutchins hatte offenbar den "Ausschaltknopf" gefunden. Jetzt hat ihn das FBI festgenommen.

Nach der jüngsten Cyberattacke kämpfen Unternehmen weltweit mit den Folgen. Betroffen sind vor allem Firmen und öffentliche Einrichtungen in der Ukraine. Doch auch deutsche Unternehmen wie den Nivea-Hersteller Beiersdorf hat die Schadsoftware infiziert.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Marcus Hutchins soll eine große Rolle beim Kampf gegen "WannaCry" gespielt haben - nun wurde der Hacker selbst festgenommen. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, soll der Brite bei Entwicklung und Verbreitung der Schadsoftware "Kronos" beteiligt gewesen sein. Hutchins werde verdächtigt, Schadsoftware für die Sammlung von Bank-Passwörtern erschaffen und verbreitet zu haben, teilten US-Behörden am Donnerstag mit.

Hutchins wurde am Mittwoch in Las Vegas auf dem Heimweg von einer Hacker-Konferenz festgenommen. Mit dem 2014 und 2015 aktiven "Kronos" soll es möglich gewesen sein, Login-Daten von Online-Banking-Nutzern abzugreifen. Die Schadsoftware wurde auch zum Verkauf auf einer mittlerweile geschlossenen Plattform im Darknet angeboten.

Im Zusammenhang mit der "WannaCry"-Schadsoftware wurde er vor gut drei Monaten noch als Retter gefeiert. Hutchins soll in "WannaCry" einen "Ausschaltknopf" gefunden haben, was womöglich weitere Infektionen des Virus verhinderte.

300.000 Rechner in 150 Ländern

Die "WannaCry"-Attacke hatte Mitte Mai hunderttausende Windows-Computer in mehr als 150 Ländern infiziert, verschlüsselte Daten auf den Rechnern und forderte Lösegeld. Dabei sorgte eine seit Monaten bekannte Sicherheitslücke im veralteten Windows XP für eine schnelle Ausbreitung. Betroffen waren damals vor allem Privatpersonen - aber auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Renault.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.