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Endergebnis der Thüringen-Wahl - Nur fünf Stimmen mehr: Die FDP muss zittern

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Selten wird die Verkündung des endgültigen Endergebnisses mit so viel Spannung erwartet wie diesmal in Thüringen. Besonders für die FDP geht es um viel, und davon hängt einiges ab.

FDP: Landtagswahl in Thüringen am 27.10.2019
Knappe Sache: Reaktion von FDP-Politikern bei den Hochrechnungen am Wahlabend in Thüringen.
Quelle: DPA

Die Thüringer Landtagswahl Ende Oktober ist für die FDP denkbar knapp ausgegangen. Sie übersprang die Fünf-Prozent-Hürde nach der ersten Zählung nur mit fünf Stimmen.

Ein so knappes FDP-Ergebnis gab es bisher noch nicht bei Landtagswahlen. Die knappesten Ergebnisse hatten die Liberalen bisher beim Einzug in die Landesparlamente 2001 in Hamburg mit 680 Stimmen und 2013 in Hessen mit 911 Stimmen mehr als nötig.

Wahlkreis für Wahlkreis

Nun tagt in Erfurt heute der Landeswahlausschuss, der nochmals die Ergebnisse Wahlkreis für Wahlkreis durchgeht. Danach soll das endgültige Ergebnis der Landtagswahl von Landeswahlleiter Günter Krombholz bekanntgegeben werden. Damit entscheidet sich auch, ob die Liberalen im Landtag vertreten sind und damit mögliche Minderheitsregierungen unterstützen können.

Krombholz kündigte an, dass bei der öffentlichen Sitzung des Landeswahlausschusses transparent gemacht wird, wo es Änderungen, Abweichungen oder Einwände zum vorläufigen Ergebnis der Landtagswahl gibt und welche Konsequenzen sie haben. Insgesamt waren am 27. Oktober bei der Landtagswahl rund 1,1 Millionen Stimmzettel abgegeben worden. Jetzt könnten einige wenige Stimmen den Ausschlag geben.

Linke und CDU wollen mit FDP reden

Die Linke als Wahlgewinner hat Gespräche mit der FDP angekündigt, weil dem von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angestrebten rot-rot-grünen Bündnis vier Sitze im Landtag zur Mehrheit fehlen. Auch CDU-Chef Mike Mohring will mit der FDP reden - er will eine Minderheitsregierung als Viererbündnis versuchen, für das er auch SPD und Grüne gewinnen will. Nach der Landtagswahl ist die Regierungsbildung schwierig. Alle Parteien haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, die zweitstärkste Kraft wurde. Die CDU, die seit 1990 immer stärkste Partei in Thüringen war, verlor ihren Status und landete auf dem dritten Platz. Die Wahlbeteiligung bei der Wahl am 27. Oktober hatte bei knapp 65 Prozent gelegen.

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