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Ex-Chef zieht sich zurück - Ex-VW-Konzernlenker Piëch verkauft Aktienpaket

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Der Einfluss des früheren Autopatriarchen Ferdinand Piëch auf den Autobauer Volkswagen sinkt weiter. Zwar bleibt ihm vorerst ein Aufsichtsratsmandat bei der VW-Dachgesellschaft Porsche SE, aber ein milliardenschweres Aktienpaket gibt er ab.

Nach überstandener Dieselkrise will VW bis 2025 Marktführer in der Elektromobilität werden. Damit soll die renditeschwache Hauptmarke VW gestärkt werden. Insgesamt jedoch machte der Konzern im vergangenen Betriebsjahr einen satten Gewinn.

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Der frühere VW-Konzernlenker Ferdinand Piëch hat ein milliardenschweres Aktienpaket an der VW-Dachgesellschaft Porsche SE verkauft. Der Anteil gehe an Angehörige der Familien Porsche und Piëch, teilte die Finanzholding am Montag in Stuttgart mit. Bisher hält Piëch 14,7 Prozent an der Holding, die wiederum die Mehrheit der Stimmrechte am Autobauer VW hält.

Jahrzehntelang einer der wichtigsten Akteure

Nur noch ein geringer Anteil dieses Aktienpakets bleibt ihm künftig. Überraschend soll er aber vorerst im Aufsichtsrat der Porsche SE bleiben. Der 79-Jährige sitzt schon seit 1981 in dem Kontrollgremium von Porsche, damals firmierte das Unternehmen noch in der Rechtsform Porsche KG. Auf der Hauptversammlung der Firma Ende Mai in Stuttgart soll er in seinem Amt bestätigt werden. Die Porsche SE ist seit 2007 eine reine Beteiligungsfirma ohne Autoproduktion. Bei dem einflussreichen Unternehmen haben die Familien Porsche und Piëch das Sagen.

Dadurch können sie auch Volkswagen steuern - die Porsche SE hält die Mehrheit der Stimmrechte an Europas größtem Autobauer. Piëch war jahrzehntelang einer der wichtigsten Akteure in der deutschen Autobranche. Er war Vorstandschef von Audi und dann Volkswagen, 2002 rückte er an die Spitze des VW-Aufsichtsrats. Nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen Vorstandsboss Martin Winterkorn legte Piëch im April 2015 alle seine VW-Ämter nieder.

Familieninterne Spannungen

Nur das Aufsichtsratsmandat bei der Porsche SE blieb ihm. An der Spitze dieses Kontrollgremiums sitzt Piëchs Cousin Wolfgang Porsche. Familienintern kam es zu Spannungen. Erst kürzlich sagte Wolfgang Porsche auf dem Genfer Autosalon, Familie könne man sich nicht aussuchen. Medienberichten zufolge sollen Familienmitglieder geplant haben, Piëchs Aufsichtsratsmandat nicht zu verlängern.

Daraufhin bot Piëch seinen Verwandten Mitte März den Großteil seines Aktienpakets zum Kauf an. Die griffen nun zu, billigten zugleich aber einen Verbleib von Piëch im Aufsichtsrat der PSE. Die Finanzholding PSE mit ihren 30 Mitarbeitern hat keinen direkten Bezug mehr zum Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG, der eine hundertprozentige VW-Tochter ist.

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