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Festival Mediaval in Selb - Runen, Faune und Zauberwelten

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Seit zehn Jahren lockt das Festival Mediaval Tausende Besucher in die bayerische Stadt Selb. Was als kleines Treffen der Mittelalter-Szene begann, mauserte sich nach und nach zum größten europäischen Festival für mittelalterliche Musik.

Im letzten Jahr sei ihm das Kunststück zum ersten Mal gelungen, erzählte Veranstalter Karl-Heinz "Blacky" Schwarz beim Presserundgang. "Seitdem schreiben wir endlich schwarze Zahlen." Eine lange Durststrecke, die das Festival Mediaval überwunden hat - das mittlerweile eines der größten der europäischen Mittelalter-Szene ist.

Konfetti zum zehnten Geburtstag

In diesem Jahr feierte das Festival Mediaval seinen zehnten Geburtstag. Dafür ließ "Blacky" sich nicht lumpen - und beorderte mit In Extremo eine echte Größe der Szene in die bayerische Kleinstadt. Dies ließ auch seine Vorverkaufszahlen ordentlich nach oben schnellen. "Wir haben eine Verkaufssteigerung von 70 Prozent", verriet er. Die Musiker lockten zahlreiche Tagesgäste auf die Festwiese, insgesamt besuchten etwa 8.000 Menschen das Festival.

Denen wurde auch einiges geboten: Feuer, Konfettikanone und Knalleffekte - gerade das Konzert für In Extremo war ein Fest für alle Sinne. Besonders viel Eindruck hinterließ die Detonation von Sprengstoff am Schluss, die Rheinländer sparten weder an Show noch an Zeit. Zwei Stunden lang schallte mit Rock-Nummern wie "Quid Pro Quo" und Spielmannsklassikern wie "Ai Vis Lo Lop" eine aufregende Melange aus Moderne und Tradition über das Gelände.

Neben der musikalischen Vielfalt - weitere Acts: die Newcomer-Mittelalterrocker von Fuchsteufelswild, mystisch-nordische Klänge von Faun und spanische Weisen von Trobar De Morte - ermöglichten auch Kleinkünstler mit Theater, Zauberei und sogar Runen-Lesen ein vollkommenes Versinken und Eintauchen in die mittelalterliche Welt von "Blacky" und seinem Team.

Nächstes Jahr soll's noch größer werden

"Am besten, man lässt sich einfach ohne große Pläne treiben", lautete der festivalerprobte Rat des Mediaval-Oberhaupts. "Dann erlebt man die Veranstaltung auch abseits der großen Bühnen in all seinen Facetten."

Im Literaturzelt lasen mit dem Fantasy-Mogul Markus Heitz und dem "Bernd, das Brot"-Erfinder Tommy Krappweis zwei echte Schwergewichte, wenn es um deutsche fantastische Geschichten geht. In den Instrumental-Workshops mit Drehleier und Tin Whistle unterrichteten echte Profis, die schon selbst auf der großen Bühne das Publikum zum Feiern brachten.

Jeder kennt jeden und jeder spricht mit jedem - so brachte es ein Festivalgänger der ersten Stunde auf den Punkt. Denn tatsächlich zeichnet sich das Festival Mediaval vor allem durch seine familiäre Stimmung aus. Karl-Heinz "Blacky" Schwarz ist ein Mensch, der sie alle schätzt: Seine Crew, seine Helfer, seine Bands - sie alle begrüßt er noch selbst.

Im nächsten Jahr soll die Veranstaltung weiter wachsen: Frei nach dem Motto "Best Of Ten Years" hat "Blacky" Bands wie Schandmaul oder Fiddler’s Green für die elfte Ausgabe des Festival Mediaval gebucht. Diese findet vom 6. bis zum 9. September 2018 statt.

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