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Getöteter Regierungspräsident - Mann im Fall Lübcke vorläufig festgenommen

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Es gibt möglicherweise eine Spur im Fall Lübcke: Eine Person ist nach der Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten von der Polizei vorläufig in Gewahrsam genommen worden.

Ein Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 03.06.2019 in Wolfhagen
Ein Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke
Quelle: DPA

Im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) ist eine Person von der Polizei vorläufig in Gewahrsam genommen worden. Das sagte am Samstag ein Sprecher der Sonderkommission. Einzelheiten über die Person wollte er auch aus ermittlungstaktischen Grünen nicht mitteilen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, soll es sich um einen jüngeren Mann handeln, dessen Beziehung zu dem CDU-Politiker privater Natur gewesen sei. Welcher Art der private Kontakt demnach war, müsse noch weiter ermittelt werden, hieß es bei der "FAZ". Der Mann sei vernommen worden. Die Zeitung zitierte Ermittlerkreise, wonach es als sicher gelte, dass der Täter identifiziert worden sei. Auf die Spur des Mannes hätten unter anderem umfangreiche Auswertungen privater Daten Lübckes, darunter aus dessen Mobiltelefon, geführt.

160 Hinweise eingegangen

Bis Samstagmittag waren 160 Hinweise aus der Bevölkerung zu den möglichen Umständen des Todes von Lübcke eingegangen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die eingerichtete Sonderkommission der Polizei mitteilten. Bis Donnerstag waren es 80 Hinweise - kurz zuvor hatte das ZDF in "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Zeugenaufruf ausgestrahlt. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten die Bevölkerung am Samstag weiter um Mithilfe gebeten.

Archiv: Ein Mann zeigt auf den Bildschirm seines Laptops.

Fall Lübcke -
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Selbst nach seinem Tod reißen die Hasskommentare gegen Walter Lübcke nicht ab. Die Politik fordert jetzt, dass solche Kommentare schneller gelöscht werden.

Lübcke war in der Nacht zum vergangenen Sonntag auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha tot aufgefunden worden. Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. Nach den Ergebnissen der Obduktion wurde er "aus nächster Nähe" mit einer "Kurzwaffe" erschossen. In der Tatnacht hatte nur wenige Meter entfernt vom Haus des CDU-Politikers eine Kirmes stattgefunden.

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