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Filmfestspiele in Cannes - Goldene Palme für für Gesellschaftskritik "Parasite"

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Der diesjährige Gewinner beim Filmfest Cannes ist ein vielschichtiges Werk aus Asien. Zwei Auszeichnungen gibt es für deutsche Koproduktionen - und auch einige Preise für Frauen.

Goldene Palme von Cannes. Archivbild
Goldene Palme von Cannes. Archivbild
Quelle: Sebastien Nogier/EPA/dpa

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an den gesellschaftskritischen Thriller "Parasite" des Südkoreaners Bong Joon-ho. Das gab die Jury bekannt. Es ist die erste Goldene Palme für Südkorea.

Der 49-Jährige erzählt in dem Werk von einer Familie, die in prekären Verhältnissen lebt. Die Eltern sind arbeitslos. Dann aber bekommt der erwachsene Sohn die Chance, bei einer wohlhabenden Familie zu arbeiten. Gemeinsam mit seinen Eltern und der Schwester räumt er nach und nach die anderen Hausangestellten aus dem Weg.

Banderas als schwuler Regisseur

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging in diesem Jahr an das Drama "Atlantics" der französischen Regisseurin Mati Diop. Als bester Schauspieler wurde der Spanier Antonio Banderas geehrt. Beste Schauspielerin wurde die Britin Emily Beecham.

Als bester Schauspieler wurde der Spanier Antonio Banderas geehrt. Der 58-Jährige spielt in "Dolor y Gloria" von Pedro Almodóvar einen schwulen Regisseur, der auf sein Leben zurückblickt. Beste Schauspielerin wurde die Britin Emily Beecham. Die 35-Jährige verkörpert in "Little Joe" der Österreicherin Jessica Hausner eine Wissenschaftlerin, die eine genmanipulierte Pflanze entwickelt.
"Little Joe" ist eine deutsche Koproduktion.

Jury-Preis zweigeteilt

Der Preis der Jury wurde zwei Mal vergeben: Er ging zu gleichen Teilen an das Sozialdrama "Les Misérables" des jungen Franzosen Ladj Ly sowie an die Gesellschaftssatire "Bacurau" der Brasilianer Kleber Mendonça Filho und Juliano Dornelles.

Für die beste Regie wurden die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für ihr Drama "Le jeune Ahmed" ausgezeichnet. Die Ehrung für das beste Drehbuch ging an die Französin Céline Sciamma für das lesbische Liebesdrama "Portrait of a lady on fire". Eine lobende Erwähnung der Jury gab es für die deutsche Koproduktion "It must be heaven" des Palästinensers Elia Suleiman.

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