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Wieder Haushaltsüberschuss - EU beendet Defizitverfahren gegen Athen

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Acht Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise in Griechenland hat die EU ihr Defizitverfahren gegen Athen eingestellt. Der EU-Rat folgte einer Empfehlung der EU-Kommission von Mitte Juli - Athen hatte im vergangenen Jahr erstmals wieder einen Haushaltsüberschuss ausgewiesen.

Im Juli muss Griechenland Schulden in Milliardenhöhe zurückzahlen. Wie üblich ist es ein Gezerre mit den Geldgebern. Und am Horizont dräut bereits das Jahr 2018. Dann läuft das Hilfspaket aus.

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"Nach vielen Jahren schwerwiegender Schwierigkeiten sind Griechenlands Finanzen in viel besserer Verfassung", erklärte Estlands Finanzminister Toomas Toniste, dessen Land derzeit den Vorsitz im Rat der Mitgliedsstaaten hat. "Wir sind jetzt im letzten Jahr des finanziellen Unterstützungsprogramms, und es gibt Fortschritte, um es Griechenland zu ermöglichen, wieder zu nachhaltigen Konditionen Geld auf den Finanzmärkten zu bekommen."

Brüssel kann Defizitverfahren einleiten, wenn der Fehlbetrag im Staatshaushalt über der Vorgabe von maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung liegt. Ein Mitgliedsstaat wird damit unter Beobachtung gestellt und erhält aus Brüssel konkrete Empfehlungen für den Abbau des Defizits. Gegen Griechenland hatte die EU-Kommission 2009 ein solches Verfahren eröffnet. Das Land wies damals ein Haushaltsdefizit von 15,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf.

Drittes Rettungsprogramm bis August 2018

Nach harten Reformen und Sparanstrengungen, die von den Euro-Partnern im Gegenzug für drei milliardenschwere Rettungsprogramme verlangt wurden, kam Athen im vergangenen Jahr auf einen Haushaltsüberschuss von 0,7 Prozent. Nach Vorhersagen der Kommission wird das Land 2017 und 2018 unter der EU-Vorgabe von maximal drei Prozent Defizit bleiben. Für 2017 erwartet Brüssel einen Fehlbetrag von 1,2 Prozent.

Das dritte Rettungsprogramm für Griechenland mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro läuft noch bis zum August 2018. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici erklärte, alle Beteiligten müssten nun dafür sorgen, dass "die positive Dynamik" bei Griechenlands Erholung erhalten bleibe, um das Rettungsprogramm erfolgreich abzuschließen. "Wie wir in den vergangenen Wochen gesehen haben, ist das Vertrauen zerbrechlich und muss gespeist werden."

Nur noch drei Länder im Defizitverfahren

Mit der aktuellen Entscheidung zu Griechenland gibt es nur noch drei Länder im Defizitverfahren: Großbritannien, Spanien und Frankreich. Noch im Jahr 2011 waren es auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 24 EU-Staaten gewesen.

Griechenland leidet weiter unter einer extrem hohen Gesamtverschuldung von 179 Prozent der Wirtschaftsleistung. Athen bleibt nun weiter im präventiven Arm des Stabilitäts- und Wachstumspakts, in dem die Vorgaben für die Haushaltsführung festgelegt sind.

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