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Fliegende Sternwarte Sofia über Europa

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Sternbeobachtung mit Infrarot - Fliegende Sternwarte Sofia über Europa

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Zwölf Länder soll die erste fliegende Sternwarte der Welt bei ihrem ersten Europa-Flug überqueren. Das Ziel: die Milchstraße und den Einfluss von Schwarzen Löchern untersuchen.

Als fliegende Sternwarte misst sie vom Erdboden aus nicht sichtbare Wärmestrahlung aus dem Weltall: Sofia, die weltweit einzigartige Sternwarte. Sofia ist am Montagmorgen wieder in Deutschland gelandet, wie ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. Die zum fliegenden Infrarotobservatorium umgerüstete Boeing 747 soll die Entwicklung von Galaxien und die Entstehung junger Sterne beobachten. Die Abkürzung Sofia steht für "Stratosphärenobservatorium für Infrarotastronomie" und ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-Weltraumbehörde Nasa und des DLR.

Das Forschungsflugzeug "Sofia" in Stuttgart; 16.09.2019
Sofia sieht aus wie ein ganz normales Flugzeug. Sie ist jedoch bisher die einzige ihrer Art: eine fliegende Sternwarte.
Quelle: dpa
Die fliegende Sternwarte misst die vom Erdboden aus nicht sichtbare Wärmestrahlung aus dem Weltall. Schwerpunkt der Beobachtungen ist dabei die Entwicklung von Galaxien.
Pascale Ehrenfreund, DLR-Vorstandsvorsitzende

Stationiert ist Sofia am Dryden Flight Research Center der Nasa in Palmdale im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Maschine landete erstmals im September 2011 auf europäischem Boden, damals in Köln. Seither steuerte das Observatorium mehrfach deutsche Flughäfen an - allerdings startete Sofia noch nie von hier aus zu einem Wissenschaftsflug.

Der erste Forschungsflug von Sofia über Europa soll zehn Stunden dauern - dabei wird das fliegende Observatorium gleich zwölf Länder überqueren. "Die Wissenschaftler an Bord des Flugzeugs erkunden die Umgebung von Schwarzen Löchern und gehen der Frage nach, ob dunkle Energie unser Universum wirklich immer schneller auseinandertreibt", erläuterte die DLR-Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund im Vorfeld des Flugs.

Erste Europamission

Während ihrer Europamission wird Sofia deutlich nördlicher fliegen als bei einem Start von ihrer südkalifornischen Heimatbasis in Palmdale. Das ist von Vorteil für die geplanten Beobachtungen: Je näher an den Polen die Infrarotsternwarte fliegt, desto weniger Wasserdampf ist in der Atmosphäre über ihr vorhanden - und desto besser sind die Beobachtungsbedingungen, wie das DLR erläuterte.

Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße verhält sich normalerweise ruhig. Im Frühjahr strahlte es plötzlich doppelt so hell wie gewöhnlich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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