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Flottenmanagement der Airlines - Kaufen, leasen, improvisieren

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Durch die Flugverbote der Boeing 737 Max fehlen den Airlines Maschinen. Für die Fluggesellschaften ist es auch so schon schwer, die richtige Anzahl an Flugzeugen vorzuhalten.

Flugzeuge am Flughafen Frankfurt
Große Herausforderung für Airlines: Das Management ihrer Flotten
Quelle: dpa

Zu viele Flugzeuge vorzuhalten, ist für die Airlines teuer, zu wenige auch. Flottenmanagement ist eher Kunst als Wissenschaft. Wie die Fluggesellschaften dabei vorgehen - ein Überblick:

Kaufen

In der Größenklasse des spritsparenden Mittelstreckenfliegers 737 Max teilen sich Boeing und Airbus den Markt. Airlines, die Boeing-Flieger jetzt lieber meiden wollen, müssen zu Airbus. Und sich dort hinten anstellen, die Lieferzyklen sind lang. Keine Lösung für einen kurzfristigen Ausfall.

Leasen

Leasen ist bei Fluggesellschaften mittlerweile weit verbreitet. Bei Air France ist schon fast jedes zweite Flugzeug geleast. Bei American Airlines fast jedes dritte. Leasen schafft Flexibilität und funktioniert im Normalfall gut. Außer wenn es plötzlich alle machen. Die deutsche Lufthansa setzt daher weitgehend auf eigene Flieger.

Leasen mit Extras

Man unterscheidet zwischen zwei Leasing-Arten. Dry-Lease bezeichnet die Miete eines Flugzeugs ohne Personal, Wartung und Versicherung. Wet-Lease bezeichnet die Miete eines Flugzeugs einschließlich Cockpit-Crew, Kabinenpersonal, Wartung und Versicherung. In Deutschland muss für das Leasing eine Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes vorliegen.

Ernstfall "Grounding"

Bleibt ein Flugzeug länger am Boden wie im Falle der Boeing 737 Max, bezeichnet man das als "Grounding". Das ist richtig teuer, denn es bleibt nicht bei den Leasingkosten für ein Ersatzflugzeug. Hinzu kommen Kosten für das Parken der Maschine, Stornogebühren und Kosten für die Crew. TUI beziffert den Schaden durch das "Grounding" ihrer bislang 15 Max-Flugzeuge auf rund drei Millionen Euro pro Woche.

Beispiel TUI

TUI muss durch das Flugverbot der Max 8 gut ein Zehntel seiner Flotte am Boden lassen. Als Workaround nutzt das Unternehmen verfügbare Flugzeuge aus der eigenen Flotte, verlängert die Leasingverträge von Maschinen, die eigentlich durch die 737 Max ersetzt werden sollten, und least zusätzliche Flieger am Markt.

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