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Emirates ordert nach - A380 gerettet

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Der Markt für den größten Passagierjet der Welt schien gesättigt, Airbus kündigte bereits an, die Produktion ohne Neuaufträge einstellen zu wollen. Nun orderte Emirates nach.

Archiv: Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates ist am 20.08.2013 im Landeanflug auf das Airbus-Gelände in Finkenwerder in Hamburg
Quelle: dpa

Die arabische Fluggesellschaft bestellte insgesamt 36 der doppelstöckigen Maschinen beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern. Es handelt sich demnach um 20 feste Bestellungen und 16 Optionen. Emirates ist bereits der wichtigste Kunde für das Flugzeug. Der Wert der neuen Order nach Listenpreisen liegt bei 16 Milliarden US-Dollar, wobei satte Rabatte üblich sind.

Produktion bis weit ins übernächste Jahrzehnt angekündigt

Angesichts einer zwischenzeitlich sehr verhaltenen Nachfrage nach dem riesigen Flugzeug bedeutet der Auftrag faktisch die Rettung für das Modell. Airbus zeigte sich nun überzeugt, dass der A380 bis "weit ins übernächste Jahrzehnt" gebaut wird. Die Airbus-Aktien legten mehr als zwei Prozent zu und notierten nahe ihrem Rekordhoch.

Airbus hatte beim A380 - gut zehn Jahre nach Auslieferung der ersten Maschine im Oktober 2007 an Singapore Airlines - auf Emirates gesetzt. Verkaufschef John Leahy erklärte dies mit dem immensen Wachstum des Flugverkehrs. So verdopple sich das Fluggastaufkommen alle 15 Jahre. "Aber man kann nicht die Zahl der Flüge nach (London-) Heathrow oder Charles de Gaulle (Paris) verdoppeln", sagte er. Die Lösung könne nur in Flugzeugen wie dem A380 liegen. Die Maschine kann in ihrer aktuellen Ausführung bis zu 853 Fluggäste befördern. Üblich sind etwa 544 Sitzplätze.

Boeing hat ähnliche Probleme

Boeings Konkurrenzmodell, der Jumbo-Jet 747-8, hat allerdings ähnliche Absatzprobleme und verkauft sich praktisch nur noch in der Frachtversion. Im Passagiergeschäft setzen Airlines inzwischen vor allem auf mittelgroße Langstreckenjets wie die Boeing 787 "Dreamliner" und den Airbus A350, die sich auch auf weniger stark gefragten Strecken rentabel einsetzen lassen. So sieht sich Airbus auf Kurs, von seinem jüngsten Spross A350 von Ende 2018 an monatlich zehn Exemplare auszuliefern. 2017 waren es insgesamt 78 Maschinen.

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