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Ukrainisches Passagierflugzeug - Flugzeug im Iran abgestürzt - alle Insassen tot

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Bei dem Absturz eines ukrainischen Flugzeugs nahe Teheran sind alle Insassen gestorben. Das teilte das Außenministerium in Kiew mit. Mindestens 170 Menschen waren an Bord.

Ein ukrainisches Passagierflugzeug ist kurz nach dem Abflug von Teheran mit mehr als 170 Menschen an Bord abgestürzt. Alle Insassen sollen ums Leben gekommen sein.

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Nach dem Absturz eines ukrainischen Flugzeugs im Iran hat das Außenministerium in Kiew den Tod aller Menschen an Bord bestätigt. Die Boeing-Maschine der Fluggesellschaft Ukraine International war am Mittwoch kurz nach dem Start in Teheran verunglückt. Medienberichten zufolge befanden sich mindestens 170 Menschen an Bord der Boeing-Maschine der Ukraine International Airlines (MAU). Nach Angaben des Notfalldienstes Roter Halbmond bestanden nach dem Unglück keine Chancen, Überlebende zu finden. Es sei nach allen vorliegenden Erkenntnissen "unmöglich", dass Menschen an Bord den Absturz überlebt haben könnten, teilte die Hilfsorganisation mit.

Auch der ukrainische Präsidente Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Das ergäben erste Informationen, sagte der Präsident. Er sprach den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus.

Absturz-Ursache unbekannnt

Die Maschine hatte zur ukrainischen Hauptstadt Kiew fliegen sollen. Die Unglücksursache war zunächst völlig unklar. Der iranische Nachrichtensender Chabar sprach am Mittwochmorgen von einem technischen Defekt und berief sich auf einen Sprecher der Behörde. Wie diese so kurz nach dem Absturz am Mittwochmorgen zu dem Schluss eines Technikfehlers als Ursache kam, blieb zunächst offen. "Uns sind die Medienberichte aus dem Iran bekannt und wir tragen gerade mehr Informationen zusammen", twitterte Boeing nach dem Absturz.

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Die um kurz nach 05.00 Uhr Ortszeit gestartete Maschine mit der Flugnummer PS752 stürzte ersten Erkenntnissen zufolge in ein offenes Feld nahe dem Teheraner Vorort Parand. Ein Ermittlerteam sei zu dem Ort entsandt worden.

Warnungen aus Russland

Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow warnte vor voreiligen Schlüssen zur Unglücksursache. Es sollten die Ermittlungen abgewartet werden, schrieb er am Morgen bei Facebook. Nur die könnten klären, ob zum Beispiel ein Pilotenfehler, eine technische Störung oder ein Angriff für den Absturz verantwortlich seien. "Aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen und Freunde der Opfer, ungeachtet der Staatsangehörigkeit. Wir trauern mit den Menschen in der Ukraine", schrieb der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Russischen Föderationsrat, dem Oberhaus des Parlaments. Die Beziehung zwischen Russland und der Ukraine ist seit Jahren zerrüttet.

Der Außenpolitiker Leonid Sluzki warnte der Agentur Interfax zufolge davor, den Absturz für politische Zwecke gegen den Iran zu nutzen. Er äußerte sich vor dem Hintergrund des Atomkonflikt des Irans mit den USA. Russland hatte wiederholt zum Dialog mit Teheran aufgerufen.

Behörde erteilt US-Piloten Flugverbot über Region

Die Region steht aktuell wegen den wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran bereits im internationalen Fokus. In der Nacht zum Mittwoch griff Teheran mit Raketen zwei von US-Soldaten genutzte Militärbasen im Irak an. Die Aktion war ein Vergeltungsschlag für die gezielte Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani vergangene Woche, dem die USA die Tötung amerikanischer Soldaten und die Planung weiterer Attacken vorgeworfen hatten. Vor diesem Hintergrund drängte sich Beobachtern der Verdacht auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Eskalation im Nahen Osten und dem kurz darauffolgenden Flugzeugabsturz auf.

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat bereits auf die politischen Spannungen reagiert: Für amerikanische Piloten und Airlines gelte ein Flugverbot über dem iranischen und irakischen Luftraum, ordnete sie an. Tabu seien auch Teile des Persischen Golfs. Grund sei das Risiko, das zivile Flugzeuge inmitten der erhöhten Spannungen zwischen den USA und dem Iran verwechselt werden könnten.

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