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Flugzeugunglück in Kuba - Ex-Pilot nennt Mängel bei Airline

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Über hundert Menschen starben bei einem Flugzeugunglück in Kuba. Ein ehemaliger Pilot erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft.

Die abgestürzte Boeing 737-200 gehörte der Airline Global Air.
Die abgestürzte Boeing 737-200 gehörte der Airline Global Air.
Quelle: Joaquin Hernandez/XinHua/dpa

Nach dem Flugzeugabsturz in Kuba mit 110 Toten hat ein Ex-Pilot der mexikanischen Fluggesellschaft Global Air, der die Unglücksmaschine gehörte, über Missstände bei dem Unternehmen berichtet. Er habe von 2005 bis 2013 dort gearbeitet, sagte er "Milenio". Wegen Sicherheitsmängeln bei der Fluggesellschaft habe er 2013 bei Mexikos Verkehrsbehörde Beschwerde eingereicht.

Ihm sei als Global-Air-Pilot sogar einmal wegen des Zustands seines Flugzeugs verboten worden, nach Chile zu fliegen.

Flugzeug seit 39 Jahren in Betrieb

Die fast 40 Jahre alte Boeing 737-200 war am Freitagmittag am internationalen Flughafen José Martí von Havanna abgestürzt. 110 Menschen kamen ums Leben, drei überlebten schwer verletzt, wie die Behörden mitteilten. Bis Samstag seien 15 Tote identifiziert worden, darunter fünf Kinder.

Die abgestürzte Maschine gehörte der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh, sie wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Gesellschaft Cubana gemietet und betrieben. Die Fluggesellschaft Damojh wurde 1990 in Mexiko gegründet, zur Flotte zählen laut mexikanischem Verkehrsministerium lediglich drei Flugzeuge. Das Flugzeug war fast 39 Jahre alt, wie es auf der Internetseite "planespotters.net" heißt. Während dieser Zeit gehörte es verschiedenen Fluggesellschaften, im Besitz von Damojh war es nach Angaben der Website seit 2017. Die Airline Cubana hatte die Maschine demnach erst seit Mai diesen Jahres betrieben.

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