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Forderung von 500 Millionen Euro - Bahn will Lkw-Kartell verklagen

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Ein Lkw-Kartell soll zwischen 1997 und 2011 Preise abgesprochen haben. Jetzt will die Bahn Geld zurück und präsentiert eine saftige Rechnung.

Lkw auf einer Bundesstraße. Archivbild
Jahrelang Informationen etwa über Preise ausgetauscht: Lkw-Branche
Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa

Die Deutsche Bahn fordert im Zusammenhang mit dem sogenannten Lkw-Kartell Schadenersatz in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro. Diese Summe hätten die Bahn, die Bundeswehr und andere Unternehmen einschließlich Zinsen wegen der Preisabsprachen der Hersteller zuviel gezahlt, teilte der Konzern mit.

Eine entsprechende Klage werde beim Landgericht München eingereicht. Die Bundeswehr und 40 weitere Unternehmen "aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft" hätten ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten.

Milliarden-Strafe wegen Kartellbildung

Hintergrund: Wegen der Bildung des Kartells hatte die EU-Kommission in den Jahren 2016 und 2017 Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast vier Milliarden Euro verhängt. Nach ihrer Feststellung hatten die Lastwagenhersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1997 bis 2011 untereinander Informationen zum Beispiel über Preise ausgetauscht. Die höchste Einzelstrafe mit rund einer Milliarde Euro musste Daimler bezahlen.

Der DB-Konzern und die Bundeswehr hätten im Kartellzeitraum Tausende Lkw beschafft, heißt es in der Bahn-Mitteilung. Die Lkw-Hersteller sollten sich ihrer Verantwortung stellen. "Wir sind offen für eine einvernehmliche Lösung. Dazu haben wir allen Kartellbeteiligten das Gespräch angeboten."

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