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Fahrverbote für Diesel - Was Sie jetzt wissen müssen

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Diesel müssen leider draußen bleiben: In Hamburg gibt es schon Fahrverbote, im kommenden Jahr folgen Berlin, Stuttgart, Aachen und Frankfurt. Was Sie nun wissen müssen.

Fahrverbote, Nachrüstungsmöglichkeiten, Umtauschprämien?

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Wo drohen weitere Fahrverbote?

Darüber entscheiden Gerichte im Oktober für Mainz, im November für Bonn, Essen, Gelsenkirchen, Köln und Darmstadt und im Dezember für Wiesbaden. Insgesamt sind 28 Verfahren offen, 6 weitere angekündigt.

Was bringen Fahrverbote wirklich?

"Streckenbezogene Fahrverbote werden am Messpunkt die Belastung reduzieren. Aber das führt natürlich zu Umfahrungsverkehr und das wird an anderer Stelle zu Mehrbelastung führen", sagt Gregor Kolbe vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Wie steht es um Nachrüstung?

Sie könnte laut ADAC den Schadstoff-Ausstoß um bis zu 70 Prozent senken - und so vielleicht Fahrverbote vermeiden. Doch es gibt noch keine Zulassung. Auch wer die Kosten von rund 3.000 Euro trägt ist immer noch unklar. VW will wohl nur nachrüsten, wenn alle mitmachen. Doch BMW und Opel lehnen das ab. Und: Geplant ist die Nachrüstung bislang nur für Euro 5-Fahrzeuge. Nur für 14 Intensivstädte. Diesel-Fahrer in Frankfurt oder Berlin könnten leer ausgehen. "De facto gibt es momentan die Nachrüstung noch gar nicht", sagt Kolbe. "Deswegen müssen die Dieselfahrer abwarten und gucken, ob da nachverhandelt wird." Die schnellste Lösung wartet wohl beim Autohändler.

Welcher Diesel ist wirklich sicher vor Fahrverboten?

Euro 6 klingt modern, doch auch diese Fahrzeuge überschreiten teilweise die Grenzwerte. "Wenn ich mir ein Diesel-Fahrzeug kaufe, sollte ich darauf achten, dass es 6d oder 6d temp hat", sagt Kolbe. "Das sind die Fahrzeuge, die auf der Straße getestet wurden und auch dort wirklich sauber sind. Die älteren a bis c haben auf der Straße einen relativ hohen Schadstoffausstoß. Wenn die Fahrverbote für 5 nicht ausreichen, wären auch 6 davon betroffen."

Eigentlich sollten die langen Verhandlungen in Berlin für Klarheit sorgen. Doch für die meisten Diesel-Fahrer sind auch heute noch viele Fragen offen.

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