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Umfragen, Beteiligung, Koalitionen - Bayern stehen Schlange - alles zur Wahl

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Bayern wählt - und könnte ein politisches Erdbeben auslösen, das bundesweit zu spüren ist. Letzte Umfrage, Wahlbeteiligung, mögliche Koalitionen - Fragen und Antworten zur Wahl.

Landtagswahl in Bayern
Schlange vor dem Wahllokal: In Bayern zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Quelle: dpa

Wie läuft die Wahl?

Die Wahllokale haben seit 8 Uhr geöffnet. 9,5 Millionen Bayern können abstimmen. Am Mittag zeichnete sich eine hohe Wahlbeteiligung ab: In München stimmten bis 12 Uhr 41,1 Prozent ab, das waren 3,3 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren. Auch in Nürnberg gaben bis Mittag mehr Wähler ihre Stimme ab als 2013: Laut Wahlamt waren es 26,1 Prozent, vor fünf Jahren 21,2 Prozent. Vielerorts wird von einer erhöhten Nutzung der Briefwahl berichtet. Wer noch nicht abgestimmt hat, kann im Wahl-O-Mat schauen, welche Partei zu ihm passt:

Wahl-O-Mat zur Wahl in Bayern 2018

Nachrichten - Wahl-O-Mat zur Wahl in Bayern 2018

Wer vertritt Ihre Interessen? Der Wahl-O-Mat hilft bei der Antwort.

Was sagen die Umfragen?

Die CSU wird den Umfragen zufolge ihre absolute Mehrheit verlieren. Die SPD muss mit heftigen Einbußen rechnen. Die Grünen sind dagegen im Höhenflug. Die AfD wird in den Landtag einziehen, FDP und Linke müssen noch zittern. Bis zu sieben Parteien könnten im neuen Parlament sitzen. Das ZDF hat seine letzte Wahlumfrage am Donnerstagabend veröffentlicht. Hier alle Zahlen des Politbarometer Extra:

Wie ging die letzte Wahl aus?

2013 holte die CSU noch die absolute Mehrheit. Daneben schafften es SPD, Freie Wähler und Grüne ins Parlament:

Partei Stimmenanteil
CSU 47,7%
SPD 20,6%
Freie Wähler 9,0%
Grüne 8,6%
FDP 3,3%
Linke 2,1%

Warum verlieren CSU und SPD so viel Zustimmung?

Ein Grund dürften die Querelen der Großen Koalition im Bund sein. Auffällig ist, dass CSU und SPD mit starken Einbußen rechnen müssen, während die Berliner Oppositionsparteien auf Zugewinne hoffen können.  "Es ist schwer vorstellbar, dass es nur an den Inhalten der beiden Parteien liegt. CSU und SPD haben in Bayern weniger Gemeinsamkeiten als Union und SPD auf Bundesebene - und sich einen heftigen Wahlkampf geliefert", analysiert Jürgen Bollmann, Leiter des ZDF-Landesstudios in München. "Die größte Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie in der Berliner Koalition vertreten sind. In Bayern geht es nicht nur um rechts oder links, es geht um die Arbeit der GroKo." ZDF-Hauptstadt-Korrespondent Mathis Feldhoff sieht als weitere Gründe "umstrittenes Personal, wachsende Bindungsverluste und die falsche Themen".

Was bedeutet die Wahl für den Bund?

Die Bayern-Wahl bestätigt einen europaweiten Trend: Die traditionellen Parteien verlieren an Bedeutung. "In Bayern steht auch das Modell der Volkspartei zur Wahl oder kurz vor der Abwahl", erklärt Feldhoff.

Auch über personelle Konsequenzen wird spekuliert. Nach einer Wahlklatsche könnten Rücktritte fällig werden - oder auch nicht. "Nicht wenige befürchten, dass alles so bleibt wie es ist. Dass Horst Seehofer Parteichef und Innenminister bleibt und Markus Söder sich als Ministerpräsident mit der Bildung einer Koalition auseinandersetzen darf", sagt Feldhoff. Das Vertrauen der Wähler würde dann weiter schwinden: "Für die Stabilität der Großen Koalition wäre es wohl wie eine Zeitbombe."

Welche Koalitionen sind denkbar?

Klar ist: Die CSU wird nicht alleine regieren können. Rechnerisch könnte sogar eine Regierung gegen sie möglich sein - ein Vierer-Bündnis aus Grünen, SPD, FDP und Freien Wählern. Sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht. Wer in Bayern mit wem kann, zeigt das Koalitions-Navi:

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