Sie sind hier:

Nach Gruppenvergewaltigung - Freiburg: Hauptverdächtiger gilt als Intensivtäter

Datum:

Wegen der Vergewaltigung einer 18-Jährigen sucht die Polizei in Freiburg zwei weitere Verdächtige. Gegen den Hauptverdächtigen wird wegen einer anderen Vergewaltigung ermittelt.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer Disco-Besucherin in Freiburg suchen Ermittler weitere Täter. Bisher sitzen acht Verdächtige in Haft. Gegen einen 22-jährigen Hauptbeschuldigten lag zum Tatzeitpunkt bereits ein Haftbefehl vor.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Im Fall der Gruppenvergewaltigung in der Nähe eines Freiburger Clubs sucht die Polizei mindestens zwei weitere mutmaßliche Täter. Die Analyse von DNA-Spuren habe Hinweise auf zwei weitere Männer erbracht, teilten die Ermittler am Freitag auf einer Pressekonferenz mit. "Wir tun jetzt alles, um die Urheber auch dieser Spuren zu ermitteln", sagte Bernd Belle von der Freiburger Kriminalpolizei.

Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen wegen weiterer Delikte

Gegen den Hauptverdächtigen wird den Angaben zufolge auch wegen eines weiteren Sexualdelikts aus dem Jahr 2017 ermittelt. Der inzwischen 22-Jährige gilt nach Einschätzung der Polizei als Intensivtäter. Es gehe unter anderem um Körperverletzungen und Taten mit Sexualbezug. Der Mann soll mit einem weiteren Verdächtigen aus dem jetzigen Fall und einer weiteren Person an einer Vergewaltigung beteiligt gewesen sein, sagte der Staatsanwalt am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Tat soll sich im vergangenen Jahr in der Wohnung des 22-Jährigen zugetragen haben. Das Opfer sei eine Bekannte des mutmaßlichen Täters gewesen. Die Freiburger Ermittler waren in die Kritik geraten, weil gegen den Mann bereits eine Woche vor der Gruppenvergewaltigung ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vorgelegen hatte.

Eine 18-jährige Frau war Mitte Oktober vergewaltigt worden, nachdem sie mit dem mutmaßliche Haupttäter eine Freiburger Disko verließ. In dem Club hatte sie den Ermittlungen zufolge Drogen konsumiert, die sie möglicherweise wehrlos machten.

Der Hauptverdächtige soll die junge Frau in einem Wäldchen vergewaltigt haben. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, soll der Mann danach in die Diskothek zurückgegangen sein und andere Männer informiert haben, dass die Frau wehrlos im dem nahegelegenen Waldstück liege. Daraufhin seien weitere Männer nach und nach in den Wald gegangen und hätten sich an der Frau vergangen.

"Das Opfer wirkt für uns stabil"

Das Opfer der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg wird psychologisch und medizinisch intensiv betreut. "Das Opfer wirkt für uns stabil", sagte der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizeidirektion, Bernd Belle, am Freitag in Freiburg. Die junge Frau habe vor kurzem aber auch berichtet, dass die große Medienberichterstattung für sie langsam belastend sei. "Wir begleiten das Opfer fast täglich", sagte Belle. Experten für Opferschutz seien eingeschaltet.

Bislang hat die Polizei acht dringend tatverdächtige Männer in dem Fall festgenommen, sieben Syrer im Alter von 19 Jahren bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

In Freiburg hatte die Tat hohe Wellen geschlagen, auch weil sieben der acht Verdächtigen Syrer sind. Zwei von ihnen präsentierten sich laut den Ermittlungen in sozialen Medien als Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Am vergangenen Montag nehmen einige hundert Anhänger der AfD den Fall zum Anlass, in Freiburg gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Ihnen standen etwa 2.000 Gegendemonstranten gegenüber.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.