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In der Türkei verhaftet - Staatsanwalt fordert Tolu-Freilassung

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Hoffnung für Mesale Tolu: Die Istanbuler Staatsanwaltschaft ist für die Freilassung der deutschen Journalistin aus der U-Haft. Nun muss das Gericht über den Antrag entscheiden.

Demonstration für die Freilassung von Mesale Tolu
Demonstration für die Freilassung von Mesale Tolu Quelle: Stefan Puchner/dpa

Die Staatsanwaltschaft in Istanbul hat die Freilassung der deutschen Journalistin Mesale Tolu und fünf weiterer inhaftierter Angeklagter in dem Verfahren beantragt. Das Gericht zog sich nach Anhörung der Verteidiger zur Beratung zurück, um über den Antrag der Staatsanwaltschaft zu entscheiden, wie Beobachter aus dem Gerichtssaal am Montag übereinstimmend berichteten.

Mesale Tolu und 17 türkischen Angeklagten wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Dabei soll es sich um die linksextreme MLKP handeln, die in der Türkei als Terrororganisation gilt und in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der aus Ulm stammenden Deutschen drohen nach Angaben ihrer Anwälte bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft. Die Angeklagten fordern einen Freispruch. Prozessauftakt war am 11. Oktober.

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Tolu macht "sehr hoffnungsvollen Eindruck"

Die meisten türkischen und deutschen Reporter waren am zweiten Verhandlungstag in dem Verfahren wegen Platzmangels von dem Verfahren ausgeschlossen worden. Tolu sagte nach Angaben von Beobachtern bei ihrer Verteidigung vor Gericht: "Ich wurde verhaftet, weil ich Journalistin bin und beabsichtigt wurde, Druck auf die Medien auszuüben. Der Druck auf die Medien wurde fortgesetzt, aber ich denke, dass die Justiz gerecht entscheiden wird."

Als Beobachter im Verhandlungssaal nahmen der deutsche Botschafter Martin Erdmann, die Linken-Abgeordnete Heike Hänsel und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff teil. Hänsel sagte während der Beratungspause, Tolu mache einen "sehr hoffnungsvollen Eindruck". Offen sei, ob das Gericht im Falle einer Freilassung eine Ausreisesperre verhängen werde. Weiter sagte sie, das Verfahren wirke so, als sei die Entscheidung bereits woanders getroffen worden. Wallraff sagte: "Das ganze wirkt wie eine Farce." Solange Tolu inhaftiert sei, sei sie weiter eine "Geisel". Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßte den Antrag der Staatsanwaltschaft. "Die unmenschliche Haft muss sofort beendet werden", teilte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall mit.

Neun Deutsche in Türkei in Haft

Die 33-jährige Tolu arbeitete in Istanbul für die kleine linke Nachrichtenagentur Etha. Sie ist eine von mindestens neun Deutschen, die aus politischen Gründen in der Türkei inhaftiert sind und deren Freilassung die Bundesregierung fordert. Namentlich bekannt aus dieser Gruppe ist neben Tolu nur der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel, der seit Februar ohne Anklage in U-Haft sitzt.

Am 26. Oktober war der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner aus der U-Haft entlassen worden. Dies wurde als Zeichen der Entspannung im belasteten deutsch-türkischen Verhältnis gewertet. Steudtner reiste am Tag darauf nach Berlin aus. Sein Verfahren in Istanbul wird aber fortgesetzt.

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