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Fakten, Irrtümer & Befürchtungen - Freitag, der 13. - Tag des Unglücks und der Furcht?

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Wiedermal ist Freitag, der 13. - zum ersten Mal übrigens in diesem Jahr. Ein Tag für erhöhte Aufmerksamkeit oder ein Non-Event? Zumindest sorgt er immer wieder für Gesprächsstoff.

Ein Kalenderblatt von Freitag, dem 13.
Viele Menschen glauben, dass die 13 eine Unglückszahl ist.
Quelle: dpa

Freitag, der 13. - ein Tag des Unglücks und Grund für Furcht? Es gibt das eine oder andere Ereignis, das in der Tat zu denken geben könnte. Wie gemeinhin berichtet wird, war die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies an einem Freitag - das fing ja schon mal gut an! In Kombination mit der 13 schließlich wurde dieser Tag für manche zu einem regelrechten Schwarzen Loch - also ab und zu zumindest. Zufall oder unabwendbares Schicksal? Hier nun zehn Fakten, Irrtümer und Befürchtungen um dieses wahrlich mythische Datum.

Wurde Jesus an einem Freitag, den 13. verraten?

Dass Judas, der Jesus verraten hat, die 13. Person beim letzten Abendmahl war, ist überliefert. Er, der Verräter, hat der Zahl 13 bis heute schweres Gewicht verliehen. Aber war es auch ein Freitag, der 13.? Immer wieder tauchen solche Behauptungen auf - tatsächlich aber ist sich die Forschung bis heute uneins darüber, wie das letzte Abendmahl zu datieren ist. Drei Daten stehen immer wieder im Raum: der 7. April 30 sowie der 1. oder der 3. April 33. Und eher könnte es ein Mittwoch gewesen sein. Klar hingegen ist: Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt. Verrat durch die 13. Person, Kreuzigung an einem Freitag - dies bleibt immerhin als Fakt.

Der Black Friday 1929 - das war auch kein 13.

Auch wenn immer wieder gerne behauptet wird, dass der Black Friday 1929, der als Stichtag für den großen Börsencrash genannt wird, am 13. Oktober 1929 war: Das ist leider Quatsch. Es war der 25. Oktober, und eigentlich waren der darauf folgende Montag und Dienstag die richtigen Crashtage. Tatsächlich gab es aber einen Freitag, den 13., der auch ein schwarzer Börsentag war: der Krach an der Berliner Börse am 13. Mai 1927.

Das generelle Problem mit der 13

Man braucht nicht mal unbedingt einen Freitag, denn alleine schon die Zahl 13 lässt manchen erschaudern. Was dazu führt, dass so manches Hotel bei der Nummerierung auf eine 13. Etage oder auch ein Zimmer 13 verzichtet. Und auch in manchen Flugzeugen sucht man vergeblich die Sitzreihe 13. Ob eigentlich schon jemand geklagt hat, weil er in Reihe 14 gesessen hat - und sich betrogen gefühlt hat, weil es doch eigentlich Reihe 13 ist, die einem Unglück bringen könnte?

Freitag, der 13. Oktober 1307

Ein dunkles Kapitel der Geschichte und tatsächlich ein Freitag, der 13. war der 13. Oktober 1307. An diesem Tag ließ der französische König Philipp IV. alle Mitglieder des Templerordens wegen angeblicher Ketzerei verhaften. Das war ihr Todesurteil und zugleich das Ende des Ordens.

Tina Onassis und Freitag der 13.

Was hat Tina Onassis mit dem vermeintlichen Unglückstag zu tun? Nun, Christiana Onassis, einst mächtige Reederin und häufig nur "Tina" genannt, sicherlich nicht. Aber ein gleichnamiges Schiff war sehr wohl damit verbunden: Wie im Zusammenhang mit Freitag, dem 13. immer wieder kolportiert wird, sollte das 236 Meter lange Turbinentankschiff "Tina Onassis", das die Howaldtswerke Hamburg gebaut hatten, an einem solchen Datum des Jahres 1953 vom Stapel laufen. Offensichtlich hatte da dann doch jemand kalte Füße bekommen - und der Stapellauf wurde schließlich auf den 25. Juli 1953 gelegt.

Was ist dran am Mythos?

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Bestätigungen für die These als Unglückstag? Eher nicht

Ist ein Freitag der 13. denn nun erwiesenermaßen ein Unglückstag? Auf die Bestätigung dieser Befürchtung deutet ähnlich viel darauf hin wie auf die Behauptung, dass Scherben Glück bringen oder dass eine schwarze Katze, die von links nach rechts den Weg kreuzt, uns ins Verderben stürzt. Tatsächlich gibt es Studien darüber, dass sich Menschen an diesem Datum häufiger krankschreiben lassen als an anderen Tagen. Aber ebenso gibt es eine Erhebung mit dem Ergebnis, dass an Freitagen, die der 13. sind, weniger Schadensfälle entstehen. Versicherungen dürften sich also über die Ängstlichen freuen, die sich an dem Tag nicht aus dem Haus trauen. Arbeitgeber wohl eher weniger.

Alles nur Triskaidekaphobie - oder was?

Natürlich gibt es für unsere Befürchtungen im Zusammenhang mit Freitag, dem 13. auch eine Bezeichnung, die dem Ganzen noch ein wenig Gewicht verleiht - oder nimmt, je nachdem. Nein, die Triskaidekaphobie ist es nicht, die bezeichnet nämlich lediglich die Furcht vor der Zahl 13. Wer exakt den Freitag fürchtet, der auf den 13. eines Monats fällt, leidet unter - Achtung, jetzt kommt's - Paraskavedekatriaphobie. Das muss man erst mal flüssig aussprechen lernen, dann ist die Furcht auch schon fast vergessen.

Seltener im Kalender als vielleicht gedacht

Mindestens einmal pro Jahr, aber nie mehr als dreimal: Freitag, dem 13. kann man sicherlich eine Menge nachsagen - aber sicherlich nicht eine Dauereinrichtung zu sein. Zweimal haben wir dieses Datum im laufenden Jahr: jetzt im September und dann nochmal im Dezember. 2020 wird es wieder zwei Freitage geben, die auf den 13. fallen, und zwar im März und im November. 2021 (August) und 2022 (Mai) wird es jeweils nur einen Freitag, den 13. geben.

Ein weltweites Phänomen?

Nun könnte man denken, dass zumindest eine Skepsis dem Phänomen "Freitag, der 13." gegenüber weltweit verbreitet ist. Was nicht stimmt. Aus welchen Gründen auch immer hält man zum Beispiel in Italien Freitag, den 17. für einen Tag, an dem Unglück droht - und in Griechenland ist es Dienstag, der 13. Zumindest in den USA ist dieser Aberglaube nicht ganz unbekannt - was vielleicht auch den Erfolg der Horrorfilmserie "Freitag, der 13." erklärt. Interessanterweise sind zwischen 1980 und 2009 insgesamt zwölf Streifen aus der Reihe in die Kinos gekommen. Was ist mit Teil 13? Kommt der nun oder wird das gleich Teil 14, weil sich die Produzenten selbst vor der Zahl gruseln?

Drehen wir den Spieß einfach um: Heute ist ein Glückstag!

Natürlich wäre das alles hier unkomplett ohne den abschließenden Mutmacher: Ist nicht so schlimm, wird schon gut gehen. Wir lassen uns nicht erschüttern, selbst wenn das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wie man hört, nach dem zwölften Band des Sozialgesetzbuches gleich den 14. veröffentlichen will. Dieser Freitag, der 13. wird ein wunderbarer Tag, wetten? Halten wir es einfach wie die Mexikaner, für die die 13 eine Glückszahl ist. Oder denken wir an die erste in Deutschland gezogene Lottozahl - genau! - eine 13. Im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung kann also absolut nichts schief gehen mit dem Mantra des Tages: wird schon!

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