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Nach Massaker in Las Vegas - Freundin des Todesschützen: Ich hatte keine Ahnung

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Ihre Aussage war mit Spannung erwartet worden: Die Freundin des Todesschützen von Las Vegas hat erklärt, sie habe nichts von den Plänen für das Massaker gewusst. Im Gegenteil: Sie beschrieb den Täter ganz anders. Die Polizei sucht weiter nach einem Motiv.

Drei Tage nach dem Massaker von Las Vegas hat US-Präsident Trump Überlebende und Helfer der Tragödie getroffen. Dabei würdigte er den Einsatz der Polizei und den Mut vieler Opfer, die anderen trotz eigener Verletzungen geholfen hätten.

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Vor zwei Wochen habe Paddock ihr dann ein Flugticket gebucht, um ihre Familie in den Philippinen besuchen zu können, berichtete Danley. Als Paddock ihr während des Aufenthalts Geld für den Kauf eines Hauses überwiesen habe, habe sie zunächst befürchtet, dass er sich von ihr trennen wolle. "Es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass er in irgendeiner Weise Gewalt gegen irgendjemanden plante." Kurz zuvor war sie von einem Besuch auf den Philippinen in die USA zurückgekehrt und wurde bei ihrer Ankunft in Los Angeles von Ermittlern der Bundespolizei FBI befragt.

Freundin "am Boden zerstört"

Die Australierin war laut Medienberichten vor 20 Jahren in die USA ausgewandert. Paddock lernte sie demnach vor einigen Jahren in einem Casino in Reno im Bundesstaat Nevada kennen, wo sie als Hostess arbeitete. Der spätere Massenmörder war ein leidenschaftlicher Spieler und besuchte häufig Casinos.

Die Freundin des Todesschützen erklärte weiter, sie sei über das, was er angerichtet habe, völlig am Boden zerstört. Sie kehrte nach eigener Aussage freiwillig in die USA zurück. Die Polizei in Las Vegas hat sie als eine "Person von Interesse" eingestuft - eine Bezeichnung für einen Menschen, von dem sie sich wichtige Informationen verspricht, der aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zwangsläufig als Tatverdächtiger gilt.

Sheriff: Schütze hatte Hilfe

Der in Las Vegas zuständige Bezirkssheriff Joseph Lombardo wollte sich nicht zu Danleys Angaben äußern. Er zeigte sich aber überzeugt, dass der Todesschütze Stephen Paddock irgendwann Hilfe gehabt haben müsse. Er verwies unter anderem darauf, dass der 64-Jährige im Laufe der vergangenen Jahre ein riesiges Waffenarsenal angelegt und die Tat über längere Zeit akribisch vorbereitet habe.

Paddock hatte am Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas von seinem Zimmer im 32. Stock eines Hotels aus das Feuer auf Konzertbesucher eröffnet. Er tötete 58 Menschen und später auch sich selbst. Die Zahl der Verletzten bezifferte Lombardo am Mittwochabend mit 489, nachdem zuvor von mehr als 500 die Rede gewesen war.

Trump weicht bei Waffen-Frage aus

US-Präsident Donald Trump traf sich am Mittwoch in Las Vegas mit Überlebenden des Massakers sowie Ersthelfern und Polizisten. Dabei würdigte er den Mut von Opfern, die trotz eigener Verletzungen zuerst anderen beigestanden hätten, den Einsatz der Polizei und anderer ziviler Helfer.

Amerika sei eine Nation in Trauer, sagt er. Sie teile das Leid aller, die ihnen nahe stehende Menschen verloren hätten. "Wir stehen an eurer Seite, um zu helfen, euren Schmerz zu tragen", sagte der Präsident. "Ihr seid nicht allein." Aber das Böse, das sich in dieser Tat offenbart habe, dürfe nicht triumphieren, so Trump, "das Gute ist unser Leuchtturm". Den Todesschützen bezeichnete er als eine "verrückte kranke Person". Auf Fragen nach einem Problem mit Waffengewalt ging er nicht ein - "darüber reden wir heute nicht".

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