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"Fridays for Future" - Zehntausende demonstrieren für Klimaschutz

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Zuletzt waren die Demos etwas eingeschlafen, vor der Europawahl wollen die Aktivisten nun noch mal mobil machen: In 125 Ländern - allein in Deutschland sind rund 300 Demos geplant.

Zehntausende junge Menschen haben sich am Freitag in Deutschland erneut an den Streiks der Umweltbewegung Fridays for Future beteiligt. Diese hatte zur Europawahl zu einem zweiten großen internationalen Protesttag für Klimaschutz aufgerufen, bundesweit waren rund 300 Demonstrationen geplant, weltweit mehr als 1.600 in 125 Ländern.

In Hamburg zählte die Polizei nach eigenen Angaben in der Spitze rund 17.000 Teilnehmer, in München waren es nach einem ersten Zwischenstand der Beamten zufolge rund 2.500 bis 3.000.

In Köln sprach Fridays for Future selbst von 12.000 Teilnehmern, die Polizei dort gab keine eigene Schätzung heraus. Zu den konkreten Forderungen gehört, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. In Berlin zogen etwa 10.000 Demonstranten vom Brandenburger Tor durch das Regierungsviertel und forderten, die Europawahl zur Klimawahl zu machen. "Wir spüren alle, was in Europa auf dem Spiel steht", sagte eine Rednerin: "Die Politiker haben uns seit 30 Jahren belogen, obwohl sie vom Klimawandel wussten. Wir müssen runter vom Sofa. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um sich zu bekennen."

In 110 Ländern finden wieder Fridays for Future-Aktionen statt. Die deutschen Umweltminister sind bei Wirtschaftsminister Altmaier und machen ebenfalls Druck.

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Vorbild Greta Thunberg

Nur "Bio zu kaufen" sei nicht genug, sagte ein Vertreter der Studierenden der Hochschulen und Universitäten: "Wir müssen raus aus den Hörsälen und zurück auf die Straße, damit wir eine lebenswerte Zukunft haben."

Nach der Großdemonstration in Berlin mit 25.000 Teilnehmern Ende März mit der 16-jährigen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg an der Spitze hatten sich die wöchentlichen "Klimastreiks" in der Bundeshauptstadt zuletzt auf etwa 500 Beteiligte eingepegelt. Vor der Europawahl hatten die derzeit mehr als 230 "Fridays for Future"-Ortsgruppen bundesweit deshalb in den sozialen Netzwerken noch einmal stark zur Teilnahme an diesem Freitag mobilisiert. Große "Klimastreiks" gab es unter anderem auch in Düsseldorf, Leipzig, Bielefeld und Dortmund.

Thema zur Europa-Wahl in den Fokus rücken

Die Bewegung läuft international unter verschiedenen Namen, in Deutschland unter der Bezeichnung Fridays for Future. Für die Bundesrepublik verlangen die Aktivisten klare Regeln, um eine Reduktion von Treibhausgasen zu erreichen. So fordern die Initiatoren von Fridays for Future in Deutschland den Kohleausstieg bereits im Jahr 2030 und hundert Prozent erneuerbare Energieversorgung bis zum Jahr 2034.

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