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"Fridays-for-Future"-Forderungen - "Nettonull" bei Emissionen und eine CO2-Steuer

Datum:

Die Bewegung "Fridays for Future" hat ihre Forderungen an die Politik gestellt: Die "Nettonull" bei Emissionen und eine CO2-Steuer. Gestreikt werden soll, bis sich Effekte zeigen.

Forderungen von "Fridays for Future" vorgestellt
Klima-Aktivisten von "Fridays for Future" stellen ihre Forderungen in Berlin vor.
Quelle: dpa

Deutsche Vertreter der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" haben in Berlin ihre Grundsatzforderungen vorgestellt. Vor allem Schüler, aber auch Studenten und Auszubildende, streiken bundesweit seit einigen Monaten jeden Freitag, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Mit der Umsetzung ihrer Forderungen könne Deutschland dazu beitragen, das im Pariser Klimaabkommen vereinbarte Ziel einzuhalten, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, erklärte die Initiative schon im Vorfeld.

"Haben die Verantwortung, eine Klimakatastrophe zu verhindern"  

In den vergangenen Wochen hat die Bewegung nach eigenen Angaben in Rücksprache mit Experten und Wissenschaftlern ihre Forderungen an die Politik erarbeitet. "Das Papier wurde von Schülern bundesweit erarbeitet, das Ergebnis wurde ebenfalls bundesweit abgestimmt", sagte Sprecherin Svenja Kannt bei der Pressekonferenz in Berlin. Das Papier richte sich an die Politik, nicht an die Konsumenten, so Kannt. "Wir als Menschheit stehen vor einer riesigen Herausforderung: Wir haben die Verantwortung, eine Klimakatastrophe zu verhindern."  

Um das zu erreichen, fordert die Bewegung, dass Deutschland bis 2035 seine Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare umstellt. Zudem soll bis 2035 beim Ausstoß von Treibhausgasen die "Nettonull" erreicht sein - das Land also nicht mehr CO2 produzieren, als etwa durch die Natur oder Speichersysteme kompensiert werden kann.

Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müsse man die Treibhausgas-Emissionen schnellstmöglich stark reduzieren. "Deshalb fordern wir bis Ende 2019: Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger", sagte Sana Strahinjic von "Fridays for Future". Bis zu diesem Zeitpunkt müsse außerdem ein Viertel der Kohlekraft abgeschaltet werden, bis 2030 müsse der Kohleausstieg abgeschlossen sein. Notwendig sei außerdem eine CO2-Steuer von 180 Euro pro Tonne CO2, forderte Sprecher Sebastian Grieme.

"Werden so lange streiken, bis erste Schritte sichtbar sind"

Die Bewegung kündigte an, dass sie so lange freitags auf die Straße gehen werde, bis alle Forderungen erfüllt seien. "Wir werden so lange streiken, bis erste Schritte sichtbar sind, dass unsere Forderungen für den Klimaschutz erfüllt werden", so Sprecher Linus Steinmetz.

Ausgelöst wurde "Fridays for Future"-Bewegung durch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die im Sommer 2018 mit ihrem Schulstreik für den Klimaschutz begann. Seitdem gibt es solche Freitags-Demonstrationen in aller Welt.

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