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Wissenschaftler zu "Fridays for Future" - "Die junge Generation hat Recht"

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Schüler und Studenten, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen, erhalten nun fundierte und prominente Unterstützung. Die Experten widersprechen damit auch FDP-Chef Lindner.

Jeden Freitag gibt es Demos unter dem Motto "Fridays for Future".
Jeden Freitag gibt es Demos von Schülern und Studenten unter dem Motto "Fridays for Future". Sehr zum Ärger mancher Politiker, aber jetzt mit durchaus professioneller Unterstützung.
Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr als 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen in einer gemeinsamen Stellungnahme die Klimabewegung "Fridays for Future". Am Freitag soll eine Liste mit unterstützenden Forschern und prominenten Experten an die Umweltaktivisten übergeben werden. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Arzt und TV-Moderator Eckard von Hirschhausen, der Meteorologe Sven Plöger, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar sowie Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

"Ärzte haben die Aufgabe Leben zu schützen und auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen. Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr", warnte von Hirschhausen in Berlin. Hintergrund der Solidaritätsbekundung: Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag während der Unterrichtszeit unter dem Motto "Fridays For Future" für den Klimaschutz.

Fridays for Future: Dr. Eckart von Hirschhausen
Eckart von Hirschhausen ist einer der Unterzeichner von "Scientists for Future", die die Bewegung "Fridays for Future" unterstützen.
Quelle: dpa

"Wir sind die Profis und sagen: Die junge Generation hat Recht", sagte Volker Quaschning, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin in Bezug auf eine Äußerung von FDP-Chef Christian Lindner. Lindner hatte geschrieben, dass man von Kindern und Jugendlichen nicht erwarten könne, die Zusammenhänge der Klimakrise zu verstehen. Das sei eine Sache für Profis.

Kundgebungen in mehr als 1.200 Städten in 92 Ländern

Die Organisatoren von #FridaysForFuture wollen am Freitag so umfassende internationale Schulstreiks auf die Beine stellen wie noch nie zuvor. Bislang sind Kundgebungen in mehr als 1.200 Städten in 92 Ländern geplant, wie aus einer Liste des globalen Netzwerks hervorgeht. Allein in Deutschland sind mehr als 180 Proteste angesetzt.

In dem Aufruf der professionellen Unterstützer heißt es: "Jetzt muss gehandelt werden." Es gebe bereits viele gesellschaftliche und technologische Innovationen, die Lebensqualität erhielten und menschliches Wohlergehen verbessern könnten, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Die jungen Menschen forderten zu Recht, dass sich die Gesellschaft "ohne weiteres Zögern" auf Nachhaltigkeit ausrichte. Ohne tiefgreifenden und konsequenten Wandel sei ihre Zukunft in Gefahr.

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