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Klima-Kongress in Dortmund endet - Five Days for Future

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Heute endet der "Fridays-for-Future"-Sommerkongress in Dortmund. Über 1.500 Anhänger hatten sich fünf Tage lang versammelt, um ihre Forderungen an die Politik zu untermauern. 

FfF-Demo in Dortmund
FfF-Demo in Dortmund
Quelle: dpa

Keine Sommerpause für "Fridays for Future". In den vergangenen Tagen sind Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Deutschland zusammengekommen.
Der allgemeine Tenor lautet weiterhin: "Wir werden nicht aufhören, bis die Politik unsere Forderungen erfüllt." Seit Monaten demonstriert "Fridays for Future" jeden Freitag bundesweit für den Klimaschutz und fordert von der Politik konkretes Handeln. Auch diesmal wieder – trotz Schulferien, in der Dortmunder Innenstadt.

Politikern keine "Plattform geben"

Das Hauptanliegen von "Fridays for Future" in den vergangenen Tagen: miteinander ins Gespräch kommen. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kannten sich bisher nur aus Chatgruppen oder Telefonkonferenzen.

Zu Workshops und Diskussionsrunden kamen auch Fachleute aus der Wissenschaft. Politiker waren ausdrücklich nicht eingeladen. Helena Marschall, die den Kongress mit organisiert hat, begründet das so: "Natürlich ist Austausch mit der Politik wichtig, aber in diesem Fall sehen wir nicht, dass es einen richtigen Austausch geben würde, sondern eher, dass wir denen eine Plattform geben, um ihre Ideen zu spreaden und das ist nicht, was wir bieten wollen."

Personenkult unerwünscht

Manche Teilnehmer selbst hatten nicht damit gerechnet, dass ihre Bewegung die Sommerferien überleben wird. Doch auf dem Sommerkongress war diese Angst nicht mehr zu spüren.

In gewissen Punkten wollen sie sich nun anders aufstellen. Luisa Neubauer beispielsweise – des Öfteren als deutsche Greta Thunberg bezeichnet – ist in Dortmund kein Thema. Sie nimmt teil, kein Personenkult.

Professionalisierung der Bewegung

Die Organisation wirkt recht professionell dafür, dass die Aktivisten zum ersten Mal eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen. Lediglich das Mittagessen verschiebt sich von Zeit zu Zeit – genauso wie der Beginn einiger Workshops. Insbesondere im Umgang mit der Presse wirken die Teilnehmer mittlerweile recht geübt - ohne Aufmerksamkeit geht es für sie eben nicht, das wissen sie.

"Fridays for Future" sei wichtig zu betonen, dass sie eine "Bewegung" sind und dies auch erst einmal bleiben möchten, hieß es. Mit Parteien in Verbindung gebracht zu werden, sei ausdrücklich nicht in ihrem Interesse. Die Finanzierung läuft ganz allein durch Spenden – auch in Dortmund.

Welche Zukunft hat "Fridays for Future?"

Doch wird sich die Bewegung in ihrer derzeitigen Form weiter halten können? Dieter Rucht vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung meint, dass man mehr Aufmerksamkeit dadurch generieren könne, wenn man sich immer wieder etwas Neues einfallen ließe, auch durch kreative Präsentationen. Doch auch dies sei ein Potential, das irgendwann ausgereizt sei. Ein baldiges Verschwinden der Bewegung sei seiner Einschätzung nach jedoch nicht wahrscheinlich.

Die Aktivistinnen und Aktivisten arbeiten stark daran, dass sie und ihre Themen weiterhin Gesprächsthema bleiben – und dies zu konkreten Änderungen führt. Das hat auch der Kongress in Dortmund gezeigt, bei dem sie sich auch auf den 20. September vorbereiteten: Ein globaler Streiktag steht an. Gleichzeitig will dann das von der Bundesregierung eingerichtete Klimakabinett in Berlin über eine CO2-Steuer entscheiden.

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