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"Jagd"-Video aus Chemnitz - Frontal 21 zu Chemnitz-Video: Einer der Angreifer war Securitas-Mitarbeiter

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Einer der Angreifer in einem bekannt gewordenen Video aus Chemnitz war Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Securitas. Das bestätigte ein Sprecher dem ZDF-Magazin Frontal 21.

Screenshot aus dem Chemnitz-Video
Screenshot aus dem Chemnitz-Video Quelle: Antifa Zeckenbiss

"Der Vorfall und der Mitarbeiter sind uns bekannt", sagte Unternehmenssprecher Bernd Weiler. Securitas habe sich schon Ende August nach einer Anhörung des Mitarbeiters und unter Einbeziehung des Betriebsrats "mit sofortiger Wirkung von dem Mitarbeiter getrennt, weniger als zwölf Stunden, nachdem uns das Video bekannt wurde". Weiler begründete die Entscheidung des deutschlandweit tätigen Sicherheitsunternehmens mit den Worten: "Securitas Deutschland hat gegenüber rechtsradikaler oder fremdenfeindlicher Gesinnung eine Null-Toleranz-Politik." Dies sei auch in den "Werten und ethischen Grundsätzen von Securitas" festgeschrieben. Diesen Grundsätzen müssten sich alle Securitas-Beschäftigte bei ihrer Einstellung verpflichten.

Als Sicherheitsmann in Flüchtlingsheim gearbeitet

Der entlassene Securitas-Mitarbeiter rennt gemeinsam mit einem anderen Mann auf zwei Menschen zu, die sie offenbar für Ausländer halten. Zu hören sind Parolen wie "Haut ab", "Kanaken" und "Nicht willkommen". Mehrere Asylsuchende, unter anderem einer der Angegriffenen, hatten gegenüber dem ZDF angegeben, dass einer der Beteiligten als Sicherheitsmann in einem Chemnitzer Flüchtlingsheim gearbeitet habe.

Um die Interpretation des Videos, das am 26. August 2018 in Chemnitz am Johannisplatz entstanden ist, wird politisch heftig gestritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wertete die Übergriffe von Chemnitz als "Hetzjagden". Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sprach dagegen in der "Bild"-Zeitung vom vergangenen Freitag davon, dass es keine Anhaltspunkte für Hetzjagden gäbe, bezweifelte überdies die Echtheit des Videos. Laut Staatsanwaltschaft Dresden dauert die Auswertung der Videos an. Ein mutmaßlich Geschädigter habe in diesem Zusammenhang Anzeige erstattet, wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Ermittlungen liefen, weitere Angaben wollte der Sprecher aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machen.

Wie Trauer zu Hass wird

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8 min
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